Geschichte der Gemeinde Eisenberg

Neuere Geschichte

Bei der Ortschaft Speiden fand 1830 die Tochter des Gastwirts Steinacher auf einem Acker neben Goldmünzen aus der Römerzeit einen schweren goldenen Ring mit Onyxstein. In den Stein eingeschnitten waren ein krähender Hahn und ein mit Schlangen umwundener Merkurstab. Diesen Ring schenkte der Gastwirt Max Steinacher von Pröbsten (heute: Gockelwirt) seinem König Ludwig II, der gerne unter der heute noch stehenden Linde vor der Wirtschaft die schöne Aussicht genoß. Zum Dank bekam er einen schweren goldenen Ring mit eingravierter persönlicher Widmung des Königs. Der Ring ist beim Gockelwirt zusammen mit anderen Gegenständen ausgestellt.

Seit der Zuwanderung der Alemannen gab es allenfalls Zuzug aus der Umgebung, somit alles ebenfalls Angehörige des schwäbischen Volksstammes. Die überwiegend bäuerlichen Familien waren alle Hintersassen des Kloster St. Mang, also unfreie Bauern auf sogenannten Erbgütern.

Mit Gründung des Königreichs Bayern änderte sich dies stufenweise. 1808 wurde die Leibeigenschaft aufgehoben und 1848 wurden sie freie Bauern auf freieigenem Grund.Während die Allgäuer Bauern im Vergleich zu niederbayrischen Bauern (z.B. im Gäuboden) relativ ärmlich lebten, veränderte die Einführung der "Grünlandwirtschaft" durch die heute noch bedeutenden Familien der Schnetzer und Immler die wirtschaftliche Basis wesentlich.

Flachsanbau und Leinenweberei in den Kellern waren eine wesentlich ärmlichere Grundlage im Vergleich zur Milchwirtschaft und Erzeugung von hochwertigem Emmentaler Käse. Durch die fortschreitende Mechanisierung wurden die wirtschaftlichen Erträge in der Landwirtschaft immer weiter gesteigert.

Neue Kirchenglocken

Notlandung 1943Diese immer solidere Basis ermöglichte auch vielen Handwerksbetrieben und mittelständischen Gewerbebetrieben ein gutes Auskommen. Bereits vor dem II.Weltkrieg begann auch der Fremdenverkehr im Allgäu.

Das im ersten Weltkrieg abgelieferte Geläute der Pfarrkirche wurde in den 20er Jahren wieder ersetzt.


Die Weltkriege haben zwar keine Spuren in der Landschaft hinterlassen, aber viele Familien wurden von dieser neuesten Geschichte schwer betroffen.
Das Kriegerdenkmal vor der Pfarrkirche St. Moritz in Zell spricht eine deutliche Sprache und sollte die junge Generation zur Dankbarkeit für Frieden und Freiheit mahnen.

Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges kamen viele neue Bürger auch anderer Landsmannschaften in die Gemeinde.
Leider waren sie nicht von Beginn an überall willkommen, ihr Fleiß und ihre Leistungskraft haben Das Füssener Feld, noch nicht die Schweizaber schließlich überzeugen können und heute sind die Nachfahren nicht einmal mehr sprachlich erkennbar.Die Sprache der Gegend hat sich aber auch mit dem Beginn von mehr Fremdenverkehr stark verändert. Nur noch die überzeugten Einheimischen sprechen ursprünglichen Dialekt.
Albert Guggemoos, vom "Hummelbauer" ist sogar ein bekannter Heimatdichter und Sänger in Mundart. Sein Onkel Dr. Georg Guggemoos ist der Verfasser von "Geschichte der Gemeinde Weißensee" erschienen im Eigenverlag der Nachbargemeinde 1976.Dieses umfassende Werk (446 Seiten) gab viele Hinweise für obige Zusammenfassung. Höfe - Häuser - Familien in Kurzdarstellung.

(Dieser Teil befindet sich im Aufbau. Der Anfang bildet Herr Pölcher's Präsentation von der Geschichte von Zell)

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