Urgeschichte

Nach der letzten von vier Eiszeiten, der Würmeiszeit, zogen sich riesige Gletscher aus dem Voralpengebiet zurück und die heutige typische Voralpenlandschaft kam zum Vorschein.

Vor allem der Lechgletscher hat unsere Gegend geformt. Die Eismassen hatten einmal die Gipfel der Vorberge um mehrere hundert Meter überragt, das mag ihre formende Kraft veranschaulichen.
Kleinere Vorberge der Kalkalpen wurden völlig abgetragen, es wurden tiefe Talsenken und Seebecken ausgehoben und Geröll, Felsmassen und große Blöcke wurden bis zur heutigen Donau transportiert.

Zunächst bedeckten der Füssener See und der höher gelegene Pfrontener See den überwiegenden Teil des Altlandkreises Füssen. Mit den sich in die Landschaft einschneidenden Gewässern, namentlich dem Lech, floss immer mehr Wasser ab und es blieben nur die heute beliebten Seen im Füssener Land übrig.
(Eine Ausnahme bilden die beiden künstlichen Stauseen, der Grüntensee und der Forggensee.)

In der noch kahlen Landschaft siedelten sich mit zunehmender Erwärmung immer mehr pflanzliche und tierische Lebewesen an. Damals mag jenes Urrind durch unsere Gegend gestapft sein, dessen Oberschenkelknochen 2001 im Materal der Kiesgrube vom Ortsteil Lieben zum Vorschein kam.

© Bertold Pölcher
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