Josefine Schoder wurde 80 Jahre und steht noch jeden Tag im Geschäft

 Josefine Schoder, Ge­schäftsfrau mit Leib und Seele, konnte in Eisenberg im Kreis ihrer Lieben ihren 80. Geburtstag begehen. Die gebürtige Hopferauerin wurde vor 80 Jahren im Ortsteil Bach gebo­ren und hat bis heute ein sehr beweg­tes Leben hinter sich. Auch mit nun 80 Lebensjahren steht „Schoders Fin­ni“ wie sie hier von allen genannt wird, noch jeden Tag in ihrem Alpi­na-Möbelhaus in Füssen bei guter Gesundheit noch voll „ihre Frau“.

Die junge Finni hatte in Marktober­dorf die Mittelschule, wie sie damals hieß besucht und dann den Beruf einer Arzthelferin erlernt. Über eine Freundin hatte sie den Schreiner und Möbelhändler Leopold Schoder ken­nen und lieben gelernt. Im Januar 1961 hat sie dann Leo Schoder gehei­ratet und mit ihm im damaligen Ei­senburg ein Haus gebaut. Schon 1962 machte sich Leo Schoder selbständig und baute neben ihrem Haus mit Ehefrau Finni im Jahr 1970 in Eisenberg ein für damalige Verhältnisse großes Möbel­haus, das sich in kürzester Zeit einen schlagkräftigen Namen erworben hat­te. Dieses erwies sich jedoch wegen gut laufender Geschäfte bald schon als zuklein, und so bauten die Scho­ders im Jahr 1978 in Füssen an der Kemptener Straße das heute weithin bekannte und geschätzte „Alpina-Mö­belhaus Schoder“ auf und betrieben nun zentrumsnah die neue Möbelzen­trale.

Leo stirbt 1987 mit nur 56 Jahren

Ein harter Schlag traf Finni Schoder und mit ihr die Familie und auch das Personal. Im Dezember 1987 erlag Leo Schoder vollig unerwartet mit nur 56 Jahren einem Herzinfarkt. Mit ihren zwei Kindern Klaus und Ange­lika steuerte sie das Unternehmen zielsicher durch die schweren Wogen der neuen Lage und meisterte diese Herausforderung mit Bravur. Und so ist die Jubilarin bis heute bei „Al­pina-Möbel-Schoder“ in Füssen als der kluge Geist hoch geschätzt und unabkömmlich.

Mit großer Freude genießt die rüh-rige Jubilaren, deren Arbeitstage täg­lich erst um 19 Uhr enden, das schöne Haus in Eisenberg mit der herrlichen Aussicht und freut sich über viele Blumen in den Räumen sowie die warmherzige Harmonie in der Familie. Dass sie von ihren Kin­dern Klaus und Angelika liebevoll umsorgt wird, hebt sie besonders hervor. Sehr große Freude bereitet ihr Enkelin Sara, die ihr zu ihrer größten Freude die drei Urenkel Henry, Emmylou und Milo geschenkt hat. Sie halten sich sehr oft und gerne bei der Uroma auf und am Sonntag trifft sich die ganze Familie regelmäßig zum Frühstück im Haus der Jubilarin. Mit großer Begeisterung erzählt die jung wirkende Jubilaren von vielen schö­nen Stunden beim Skiclub Hopferau, von schönen Kegelabenden und von fröhlichen Radltouren mit Gleichge­sinnten. Nun war Finni schon einwenig traurig, dass ihr 80. Geburtstag nur im kleinen Kreis gefeiert werden durfte, dafür, so die Jubilarin, wars um so persönlicher.