Nachdem die  Fastenwall­fahrtstage am Dienstag, den 11. März mit nur wenigen Besuchern einen verhaltenen Auftakt nahmen, konnte am Freitag beim zweiten Gottes­dienst eine erhebliche Stei­gerung bei den Besuchern ver­zeichnet werden. Pfarrer Stefan Ried aus Lengenwang begrüßte die Anwesenden mit freundlichen Wor­ten und freute sich, dass er als älterer Geistlicher bei der Gestal­tung dieser traditionellen Wall­fahrtstage mitwirken dürfe. 

Die Predigt stand unter dem Motto: „Jesus unser Heiland“. Pfarrer Georg Ried gestand den Gläubigen, dass er in jungen Jahren mit dem Wort Heiland nicht all zu viel anfangen konnte. Seine Erfahrun-gen als Geistlicher hätten ihm die-sen Begriff jedoch immer näher gebracht, des sich von „Heilen“ ableite. Denn unser himmlischer Vater erweise sich in ausweglosen Situationen immer wieder als hel­fender Zufluchtsort, wo wir Hilfe  finden wie bei einem guten Vater. Gott nimmt sich um uns an, der leidende und der schwache Mensch haben bei ihm immer Vorrang. Dies habe Jesus klar bewiesen, als er am Sabat zum Ärger der Umstehenden  Kranke heilte. Wo er hinkam, so der Prediger, verspürten die Menschen die Kraft und die Freude, die von Jesus ausging. Darum dürfen wir alle Anliegen dem guten Heiland anvertrauen und ihm unser Herz ausschütten. Das Christentum sei deshalb eine heilende und freu­denvolle Religion. Christen dürfen diesen guten Heiland einander verkünden und sollen Barmherzig­keit vorleben. Wir alle brau­chen Zuneigung und Zuwendung, nicht nur Kinder, Einsame und Alte. Dazu gehöre auch das sich „Zeitnehmen“ für Andere. Solche Tugenden haben immer eine heilende Wirkung und es sei unser Gebot, unser Reden mit Taten zu beleben.