Festliche Einstimmung auf das Weihnachtsfest mit einer fein dosierten Lichterandacht hat sich der Liturgische Dienst der Pfarrei Zell am 17. 12. zur Aufgabe gemacht und hat damit alle Erwar­tungen in der sehr gut gefüllten Pfarrkirche in Zell weit übertroffen. Getragene Seitenmusik der Pfrontener Gruppe “Seitenklang mit Pfiff”, dezen­tes, jedoch farbenfrohes Musizieren des “Jazzel­steiner Rock-ensembles” und perfekte Vorträge der Eisenberger A-Ca-pellagruppe “Weizenguys” be­wältigten den musikalischen Part dieses schönen Abends. Unter dem Motto, “Alles was ich brau­che” lasen Martina Gast, Christine Zweng, Edith Guggemos, Gertrud Wöhrle und Susanne von Eichmann Geschichten und Gedichte vor, die vielerlei Ereignisse um die Advents- und Weih­nachtszeit rührend und ergreifend zu Gemüte brachten. Und da sie im Hintergund blieben lief auch alles bei Kerzenschein sehr andachtsvoll und ohne jegliche Showeffekte ab.

Nach dem “Glasmenuett” von Saitenklang begrüßte Martina Gast die Besucher und zeigte sich vom guten Besuch hoch erfreut. Nach den Worten Jesu, “Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind….” spüre sie die Kraft der großen Gemeinschaft der Gläubigen und ver­sprühte Zuversicht mit der Feststellung, “wir sind nicht allein”. Passend zu ihren Worten folgten die “Weizenguys” mit dem klar und einfühlsam vorgetragenen Lied, “Alles wird gut”. Wer glaub­te, die Jazzelsteiner würden mit ihrem Sound nicht in die Vorweihnachtszeit passen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Mit dem “Aller­heiligen Blues” bewiesen sie stilvoll ihre musi­kalische Genialität. Gedichte von Hermann Hesse und Joachim Ringelnatz ließen die Besucher in weihnachtliche Gedankenwelten gleiten. Die Geschichte von H. Müller, “Als ich meinen Sohn verlieh”, beeindruckend vorge-tragen von Edith Guggemos, erweckte andachtsvolles Mitfühlen und Mitfreuen bei den Besuchern. Neben den großartigen musikalischen Darbietungen aller drei Musikgruppen ist noch ein Beitrag von Susanne von Eichmann besonders zu erwähnen. Sie trug die Geschichte “Der Schuster und sein Gast” vor, die von Leo Tolstoi stammt und die andachtsvolle Stimmung im Gotteshaus noch weiter vertiefte. Der Andachtsjodler der Eisenberger Gruppe “Weizenguys” und die Weise “Scheale-wenga” von Saitenklang ließen den tiefgehenden und stimm­ungsvollen Abend nach mächtigem Beifall mit in sich gekehrten und zu sich selber gefundenen Besuchern verklingen.