In Zell ist am 20. Februar der Kunstlehrer Peter Schlosser im Alter von 74 Jahren nach längerer Krankheit verstorben. Schlosser war privat und auch in seinem künstlerischen Schaffen ein Meis­ter der Bescheidenheit. In kleinen Formaten schuf er stille, lyrische Papierarbeiten. Zu klein, um in großen Galerien zur Geltung zu kommen, wie er selbst sagte. Trotzdem fanden Peter Schlossers Arbeiten immer wieder den Weg in die Öffent­lichkeit und erfuhren Anerkennung, beispiels­weise bei der großen Schwäbischen Kunstaus­stellung in Augsburg. Zu besonderem Dank ist ihm der Eisenberger Burgenverein verpflichtet, denn er schuf neben vielem Anderen die großflächigen, rustikalen Urkunden, wenn ver­diente Mitglieder zum “Ritter vom Eisenberg” geschlagen wurden. Nun ist der Gymnasial-lehrer und Künstler aus Zell mit 74 Jahren verstorben. 1941 in Rothenburg ob der Tauber geboren, stu­dierte Schlosser in den “wilden 1960er Jah­ren”beim Münchner Professor Deyrolle. Seit 1975 war er in Zell beheimatet. Von 1966 bis 2003 arbeitete Schlosser als Kunsterzieher meist am Gymnasium in Füssen. Peter Schlosser über­zeugte durch äußerst ästhetische Bilder mit überraschender Lebendig-keit, sagte der Vorsit­zende des Berufsverbandes Bildender Künstler Schwaben Süd, Hans Günther Stephan. Um den Verstorbenen trauern seine Gattin Anemon und die Kinder Kathrin und Matthias mit ihren Familien.