Einen überwältigenden Eindruck hinterließ am Sonntag, den 19. April das Geschehen bei der Wallfahrtskirche Maria Hilf in Speiden. Der strahlende Sonnenschein hatte nicht nur etwa 300 Traktoren-besitzer angezogen, sehr viele Wallfah­rer nahmen an dem erbauenden Gottesdienst teil und bestaunten vor und nach dem Gottesdienst die nützlichen Helfer der Landwirte. Mit wunder­baren Gesängen und Instrumentalbegleitung gestaltete der Chor „Sangtis-sima“ aus Rettenbach die Festmesse, während Jugendliche der Katholi­schen Jugendstelle Kaufbeuren ihre Fürbitten vortrugen. In sehr bewegenden Worten sprach Weihbischof Florian Wörner zu den vielen Anwesenden, von denen wegen Überfüllung viele vor dem Zelt die feierliche Messe mitfeierten. Nach dem Gottesdienst sprachen Bürgermeister Manfred Kössel und auch Landrätin Rita Maria Zinnecker zu den Wallfahrern und freuten sich gleichermaßen über die enorme Beteiligung, den ansprechenden Gottesdienst und natürlich auch über den Blauen Himmel, den der Schöpfer dieser Veranstaltung geschenkt hat.

Vor der Eucharistiefeier ging der Weihbischof mit seinen Helfern vom Liturgischen Dienst alle Traktoren ab und erbat Gottes Segen für Gerät und Besitzer. Auf einem „Oldi-Allgaier“ auf der Acker-schiene stehend, begab er sich zurück zum Zelt, um den Festgottes-dienst mit zahlreichen Mitbrüdern zu halten. Ortspfarrer Dariusz Nikle­wicz und Jugendseelsorger Pater Joschy aus Kaufbeuren begrüßten alle Wallfahrer und luden zur Suche nach Gott ein.

Weihbischof Florian Wörner begann seine Predigt mit den Worten: „Mancher wird sich im Vorfeld gedacht haben, die haben doch nicht alle Tassen im Schrank“. Doch nicht nur Landwirte, wir alle sind doch Suchende sagte der Weihbischof und Gott sucht auch uns, zeigte sich der Prediger überzeugt. Das Wort Traktor komme aus dem Lateinischen und heiße zu Deutsch „Ziehen“. Unmittelbar daraus lasse sich auch „anziehend“ ableiten. Gott wirkt anziehend, das beweist die große Zahl der Anwesenden und verdeutliche, dass alle, jung und alt, Suchende seien. Nur wer sucht, könne sich auch von Gott finden lassen. Diese Suche bewirke Ruhe und Gelassenheit in uns und führe zu innerer Zufriedenheit. Solche Gelassenheit gebe dem Wort Gottes ein Gesicht, das in uns als Christen durch die Nächstenliebe sichtbar werden muss. Nach dem Segen des Weih-bischofs trat auch Bürgermeister Manfred Kössel ans Rednerpult. Auch er zeigte sich von dem großen Zuspruch begeistert und erklärte dann die Strukturen der Gemeinde Eisenberg mit ihrer beliebten Wallfahrt Maria Hilf. Die Adeligen von Freyberg zu Eisenberg gaben nicht nur der Gemeinde Ihren Namen, sie prägten das gesamte Bild der weltlichen wie auch der kirchlichen Gemeinde, erklärte Kössel.

Landrätin und Schirmherrin Rita Maria Zinnecker sagte wörtlich: „Die neue Idee habe sie sehr überrascht und sie sei vom Zuspruch überwältigt. Die Technologie von den anfänglichen Helfern der Bauern bis zur heutigen Entwicklung in der Landwirtschaft sei verblüffend und habe neben den Wallfahrern auch viele Technik-freeks ange­zogen. Somit haben es die Veranstalter geschafft, auf dem Weg der Gottsuche jung und alt glei­chermaßen zu begeistern. Zinnecker riet den Anwesenden, die vielfältigen Anforderungen, denen wir uns heute stellen müssen, mit Gott­vertrauen anzugehen, dann werden wir alles meistern. Nach den Ansprachen wurden alle Besucher mit beachtlicher Gelassenheit mit Speis und Trank versorgt. Viele nützten den schönen Tag zum längeren, gemütlichen Verweilen bei den Klängen der Musikkapelle Hopferau und freuten sich über den rundum gelungenen Wallfahrtstag in Maria Hilf.