Einheimischen sollen die Bauplätze im neuen Eisenberger Wohngebiet “Am Gründle” vorbehal­ten sein. Nachdem er einstimmig den Bebau­ungsplan verabschiedet hat, bei der öffentlichen Auslegung im Dezember hatten sich keine Ein­wände mehr ergeben, beschloss der Gemeinderat bei zwei Gegenstimmen die von Bürgermeister Manfred Kössel vorgelegten Kriterien für das Einheimischen-modell. Die Gegenstimmen rühr­ten aus der Frage, wie man Möglichkeiten, die von den Kriterien im Einzelfall abweichen, formulieren soll.

Wer einen Bauplatz von der Gemeinde kaufen will, muss den Kriterien zufolge erwachsen sein und seit mindestens zehn Jahren seinen Haupt­wohnsitz in der Gemeinde Eisenberg haben. Bevorzugt werden junge Familien mit geringem Einkommen und Vermögen. Wer schon ein Grundstück besitzt oder voraussichtlich erbt, gleich ob in Eisenberg oder anderswo, soll in der Regel nicht berücksichtigt werden. Im Kaufver­trag soll außerdem festgelegt werden, dass der Käufer binnen fünf Jahren sein Haus fertig stellen und mindestens 15 Jahre darin selbst wohnen muss. Anderenfalls erhält die Gemeinde ein Rückkaufrecht. Vermietet werden darf maximal die Hälfte der Wohnfläche.

Das Wohngebiet soll mit einem Fußweg am nördlichen Ende direkt mit der Kreisstraße OAL 2 verbunden werden. Dieser muss parallel zur Kreisstraße verlaufenden Schmiedebach geführt werden. Aus Gründen des Umwelt- und Tier­schutzes soll an der Querung statt einer Auf­schüttung und Einrohrung des Baches eine Kleine Brücke errichtet werden schlug Bürgermeister Kössel vor und fand dabei die Zustimmung seines Gemeinderats. Über bauliche Details, Planung und Kosten soll später förmlich entschieden werden.