Die Männer des TSV Seeg-Hopferau-Eisenberg konnten die coronabedingte, spielfreie Zeit gut nutzen. Sie haben das Fußball-Sportheim in Eisen­berg-Unterreuten abgerissen. Nach über 40 Jahren ist das alte Gebäude nun gewichen, um Platz für Neues zu schaffen. „Wenn das Wetter mitspielt und wir nicht durch Corona ausgebremst werden, wollen wir bis Mitte Dezember mit dem Rohbau fertig sein“, plant Stocker-Böck. Bis im Frühjahr 2021 soll dann der einstöckige Baukörper komplett fertig gestellt sein. Thorsten Reinke, Leiter der Fußball Abteilung, ist begeistert von den vielen Helfern, die vor Ort anpackten. Natürlich wurde während der Arbeit stets auf die geltenden Sicherheitsabstände und Hygieneregeln geachtet. „Viele Spieler freuen sich auf den Neubau und sind dementsprechend motiviert. So ein Projekt tut der Gemeinschaft gut, alle packen mit an und helfen zusammen, vielleicht wäre das bei einer Renovierung nicht ganz so gewesen“: meint Matthias Stocker-Böck. Er war als zweiter Vorsitzender mit Reinke und Sebastian Köpf maßgeblich an der Entstehung des Vorhabens be­teiligt. Wurde anfangs noch eine Sanierung in Betracht gezogen, kristallisierte sich bald heraus, dass man aufgrund der beengten Räumlichkeiten und zahlreichen neuen Auflagen seitens des Baye­rischen Fußballverbandes nicht um einen Neubau herumkommen würde. Ende August war bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung einstim­mig für den Abriss und Neubau gestimmt worden. Nachdem die Genehmigungen des Bayerischen Landes- und Sportverbands (BLSV) und dem Landratsamt Ostallgäu nun vorliegen, konnte mit dem Projekt Abriss begonnen werden. Dank der guten Teamarbeit der A-Jugend, B-Jugend und Her­renmannschaften ist alles planmäßig verlaufen und wurde größtenteils durch Eigenleistung bewältigt. Manchem war beim Anrücken des Baggers der Firma Lukas Baur aus Roßhaupten dann doch etwas mulmig zumute. Die meisten schnürten in den alten Kabinen erstmals ihre Fußballschuhe und haben seit ihren Anfängen zahlreiche unvergessliche Stunden in dem Vereinsheim verbracht. Auch bei Umbau und Renovierung hätte man viel Geld in die Hand nehmen müssen, eventuell hätte man nicht von den Fördermitteln profitieren können. Über die Jahre hat sich der Verein, Sportplatz samt Gebäude und Spielfelder immer wieder zeitgemäß verändert. Man hat sich über die Jahrzehnte den neuen Bedingungen angepasst und jede neue Generation kann dazu beitragen, dass der Verein weiterhin so aktiv und attraktiv bleibt. Hut ab vor allen, die sich ehren­amtlich einsetzen, denn bei so einem Projekt müssen erfahrungsgemäß viele Stunden investiert werden. Viel Arbeit und Zeit fällt nun auch für Thorsten Reinke und Matthias Stocker-Böck an. Es müssen zahlreiche Angebote anhand des Vergaberechts eingeholt werden. Je nach Bausumme werden diese regional aber auch über den Landkreis hinaus eingeholt. Unterstützt werden die beiden dabei von Thomas Kaiser, dem 1. Vorsitzenden des Vereins. Die Bilder zeigen den Abbruch des alten Chlubheims, die Bauarbeiten beim Errichten des nun abgebrochenen Heims und ein Bild, wie es alle in Erinnerung haben.