Am 25. Juni ist der Altbauer Josef Kössel aus Weizern im gesegneten Alter von 93 Jahren ver­storben. Josef Kössel hat die Geschicke der Gemeinde Eisenberg und deren Vereinsleben über mehrere Jahrzehnte wie kaum ein anderer geprägt und mitgestaltet. Von 1966 bis 1990 gehörte er dem Gemeinderat an und hat das heutige Bild der Gemeinde wesentlich mitge­prägt. Die Sennereigenossenschaft Weizern leitete Kössel als Vorstandsvorsitzender von 1960 bis 1988. Seinem unermüdlichen Einsatz, seinem Wagemut und auch seiner Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass diese Genossenschaft heute noch erfolgreich existiert und die Selbstständigkeit bewahren konnte. Der Verstorbene leitete außer­dem 54 Jahre lang den Veteranenverein und wurde 2004 zu dessen Ehrenvorsitzenden ernannt. Auch bei der Feuerwehr hat sich Kössel viele Jahr als Vorsitzender große Verdienste erworben. Be­sonders am Herzen lagen ihm die Spielhahn­jägern, denen er bis vor zwei Jahren seit 1972 als Fähnrich und Jahrzehnte als Vorsitzender treue Dienste erwiesen hat. Seine geliebte Frau Rosa musste er bereits im Jahr 1990 zu Grabe geleiten. Seinen Hof in Weizern hat er längst seinem gleichnamigen Sohn Josef Remigius und dessen Frau Marianne übergeben.

Bei seiner Beerdigung bot sich auf dem Zeller Friedhof ein grandioses Bild. Die Fahnensekti­onen der F. Feuerwehr, des Veteranenvereins, des Schützenvereins und der Spielhahn-jägerkame­radschaft Allgäu begleiteten Josef Kössel zu den Klängen der Musikkapelle Eisenberg auf seinem letzten Weg. Bürgermeister Manfred Kössel hob seine großen Verdienste für die Gemeinde Eisenberg hervor. Harald Häfele sprach für die Feuerwehr den Dank aus und Alfons Stapf wür­digte seine verdienstvolle Arbeit für den Vetera­nenverein. Manfred Gast und Hans Mayr lobten seine Verdienste für die Sennerei-genossenschaft Weizern und den Züchterverband. Für die Spiel­hahnjägerkameradschaft Allgäu sprach Manfred Hailer aus Nesselwang, der die unermüdliche Hingabe des Verstor-benen als jahrzehntelanger Vorsitzender und als Fähnrich des Vereins hinge­bungsvoll schilderte. Dann erklang zu gewaltigem Donnerhall das Lied vom “Guten Kameraden”. Ganz im Sinne des Verstorbenen zogen dann angeführt von der Musikkapelle Eisenberg die Fahnensektionen mit den Reservisten und vielen Trauergästen zum Burghotel Bären, so wie es Josef Kössel als Vorsitzender des Veteranenve­reins 54 Jahre praktiziert hatte.