Wenn die Weihnachtszeit mit einem festlichen Konzert jugendlicher Künstler aus unserer Region abgeschlossen wird, ist dies überaus erfreulich und verdient besondere Beachtung. Doch, dass ein Konzert solchen Zuspruch erfährt, war schon doch überraschend. Die Wallfahrts­kirche Maria Hilf war am Abend des 5. Januars berstend voll und versetzte die Besucher ins Staunen und Schwär­men zugleich. Was diese drei jungen Künstler darboten, war kaum in Worte zu fassen und einfach nur überwäl­tigend. Dabei überzeugte der gerade mal 20 Jahre junge Johannes Abt aus Zell an der zweimanualigen Orgel in Maria Hilf ebenso wie die 35-Jährige Monika Staszack, geb. Brunner aus Hopferau und auch Andreas Müller aus der Nähe von Bobingen brachte auf der Trompete grandiose virtuose Leistungen.

Pfarrer Darius Niklewicz war von der mächtigen Resonanz angetan und zitierte in seinen Begrüßungsworten Dietrich Bonhoefer aus „Von Guten Mächten“, deren Trost und Zuversicht in Verbindung mit festlichen Weisen die Herzen beflügeln würden.

Eröffnet wurde der Reigen mit „Sound, Fame, thy brazen trumpet Sound“, zu deutsch: „Erklinge, du strahlender Trompetenklang“ dazu in ausgewogener Harmonie von der Orgel und von mächtigem und von Anfang hochgradigem Gesang der geschulten Sopranistin gekrönt. Dem folgte aus der „Wassermusik“-Suite No. 2 von Georg Friedrich Händel die Ouvertüre, von Orgel und Trompete, dann „Boure“ und „Marche“. Diese zwei Absätze wurden von Orgel und Trompete sowie von Monika Staszach stimm­gewaltig mit Englischem Text vorgetragen, sodass die Besucher von einem behaglichen Schauern erfüllt wurden. Hier konnte die junge Sopranistin ihren hohen musika­lischen Bildungsgrad voll entfalten. Ebenso stimmgewaltig erklang das „Alleluja“ aus der Motette „Exultate, jubilate“ von W.A. Mozart mit wechselseitigem Hervortreten von Orgel und Trompete. Mit temperierten Orgelregistern und teils unbekannten Melodienvariarionen ließ Monika Stas­zak „Stille Nacht, heilige Nacht“ weich erklingen. Rein, hochgradig graziös und treffsicher erklang dann zu locker, leichtem Orgelspiel das „Ave Maria“. Das bekannte und geliebte Werk wäre allein schon einen Besuch wert gewesen. Neben all den anderen hochgradigen Kompositi-onen des Programms muss das „Predludium No.1 -Community“ unbedingt erwähnt werden. Hier konnte Johannes Abt in ganz besonderer Weise sein bestaunens­wertes Können zur Geltung bringen. Mal kräftiges Fortissimo, mal anmutig, mal piano mit sanfter Flöten­begleitung auf den zweiten Manual, war dies ein wahrer und farbenfroher Tanz durch die Harmonien, dessen Beherrschung hochgradiges Talent verlangt. Mit „The Lord bless you and keep you“ für Orgel, Trompete und Gesang klang das anspruchsvolle Programm aus und es kam was kommen musste. Es gab nicht Enden wollenden, stehenden Applaus, was wiederum die drei Vortragenden als ehrlichen Dank und wohltuende Beflügelung ihrer Herzen als guten Start ins Neue Jahr mitnehmen dürfen.