Mit einem gelungenen Festabend und einer sehr würdevollen Zeremonie wurde am Freitag, den 23. Mai abends die Bürgermeister-Ära Stapf abgeschlossen. Mit ihm wurden auch sechs Gemeinderäte, die sechs, zwölf und 18 Jahre dem Gemeindeparlament dien­ten, aus dem Ehrenamt verabschiedet. Bürgermeister Manfred Kössel hatte mit seiner Stellvertreterin Evi Schabel und 3. Bürgermeister Jakob Häfele zu dem Abend ins Burghotel Bären eingeladen, bei dem auch Pfarrer Dariusz Niklewicz, sowie die sechs neuen Gremiumsmitglieder herzlich willkommen waren. Nach den offiziellen Verabschiedungen und Geschenkübergaben wurde noch fein getafelt und und in gemütlicher Runde geplaudert.

 Manfred Kössel sagte in seiner Begrüßung: „Ihr habt die Gemeinde Eisenberg ein sehr gutes Stück weiter gebracht. Eisenberg steht sehr gut da, dies ist Euer Verdienst“. Dann wurden zunächst die sechs nicht mehr angetretenen Volksvertreter mit Urkunde und Geschenk-Kuver persönlich bedacht, für die Gattinnen gab es schöne Blumengebinde. Verabschiedet wurde Wechner Ludwig (6 Jah­re), Müller Silvia (12 J.), Gast Meinrad (12 J.) Martin Wolfgang (12 J.)  Riedel Walter (18 J.) und Gast Josef (18 Jahre, davon sechs Jahre 2. Bürgermeister).

Nun galt es, Alfons Stapf  würdevoll und angemessen zu verabschieden. „Was du alles geleistet und für die Gemeinde getan hast, kann man nicht in Worte fassen, sagte sein Amts-Nachfolger“. Kössel zählte die fast endlose Liste der bewältigten Errungenschaften seiner 18-jährigen Amtszeit auf. Herausragend nannte er die Schaffung des neuen Rathauses, als „up to date – Statussymbol“ der Gemeinde. Die mehrmalige Schaffung von Baugebieten für Einheimische sowie die Schaffung des Gewerbegebiets Osterreuten. Sein kultureller Weitblick  ließ die Eisenberg-Partnerschaften entstehen und durch sein geschichtliches Interesse ermöglichte er das große Nachschlagwerk der Burgengemeinde, das Buch „Eisenberg im Wandel der Zeit“. Als besonderes Verdienst nannte Kössel die Archivierung der Gemeindeakten, die langes Suchen ersparen und das Arbeiten im Rathaus enorm erleichtet. Für dein unbezahlbares Engagement  will dir die Gemeinde mit einer schönen Ehrenurkunde den Dank zum Ausdruck bringen und dich somit zum „Altbürgermeister“ ernennen. Kössel dankte auch seiner Gattin Franziska, die ihm in den 18 Jahren immer den Rücken frei gehalten habe. Von soviel Aufsehen zeigte sich Alfons Stapf überwältigt und dankte in seiner schlichten Art für die außerordentliche Ehre.

Auch Pfarrer Dariusz Niklewicz sprach zu der festlichen Runde und lobte das harmonische Miteinander mit der weltlichen Gemeinde. Es bleibt nichts wie es war, alles hat seine Zeit, das Leben ist ein Kommen und gehen, dies gelte auch für öffentliche Ämter. Er wünschte dem neuen Bürgermeister und seinen Räten gute Ideen für das künftige, gemeinsame Wohl der Mitmenschen, viel Schaffenskraft und immer eine gute Portion diplomatisches Geschick.

 Das Bild zeigt von links Alfons Stapf mit der Ehrenurkunde, Ludwig Wechner, Meinrad Gast, Silvia Müller, Josef Gast, Pfarrer Dariusz Niklewicz, Wolfgang Martin, Walter Riedel und Bürgermeister Manfred Kössel.