Mit einem festlichen Gottesdienst, gestaltet von der Musik­kapelle Eisenberg, wurde die Feier zum Heldengedenktag in Zell eingeleitet. Pfarrer Dariusz Niklewicz warnte in seiner Predigt vor dem Vergessen und gedachte ergriffen der Opfer des furcht­baren Anschlags in Paris. Der Bibelsatz, „Alles wurde niedergerissen“ sei auch heute noch allgegenwärtig und den Deutschen sehr bekannt. Er mahnte, das Erworbene nicht aufs Spiel zu setzen. Unser Denkten trägt entweder zum Frie­den oder zum Unfrieden bei. Deshalb müssten Vorurteile abgebaut und Brun­nenvergiftern das Handwerk gelegt wer­den.

Nach dem Gottesdienst begab sich der Geistliche mit dem Liturgischen Dienst auf dem Friedhof, wo sich die Musik­kapelle, der Männerchor, die Fahnenab­ordnungen und die Mitglieder des Vete­ranen- und Soldatenvereins mit den Gottesdienstbesuchern vor dem Ehren­mal eingefunden hatten. Nach fürbitten­den Worten des Geistlichen für alle Opfer von Kriegen und Gewalt trug der Männerchor mit dem Lied, „Herr gib Frieden unsern Toten“ andachtsvoll zur würdevollen Gestaltung des Traueraktes bei. Bürger-meister Manfred Kössel ge­dachte in seiner Ansprache aller, die nicht nur in Kriegen, sondern auch durch Terroristen, Gewaltherrschaft oder wegen ihres Glaubens ihr Leben ver­loren hatten. Trotz der furchtbaren aktu­ellen Anschläge dürfen wir die Hoff­nung auf Versöhnung unter den Men­schen nicht verlieren. Deutschland habe in den letzten 70 Jahren großartiges geleistet und werde auch die kommen­den Herausforderungen meistern, sagte der Bürgermeister. Dann legte er mit seiner Stellvertreterin Eva Schabel am Ehrenmal zu den Klängen vom „Guten Kameraden“ und mächtigem Donner­hall einen Kranz nieder.

Die Jahresversammlung des Veteranen- und Soldaten-verein im Burghotel Bä­ren wurde wie alle Jahre von der Musikkapelle eröffnet. Dann brachte Vorsitzender Alfons Stapf nach seiner Begrüßung das abgelaufene Vereins­jahr in Erinnerung. Höhepunkte waren der gelungene Jahres-ausflug an Rhein, Mosel und Lahn sowie bei idealem Wetter die Messe auf dem Drachen­köpfle. Allerdings habe der Besuch nicht den Erwartungen entsprochen. Nur sehr wenige Vereinsmitglieder nehmen daran teil, bedauerte der Vor­stand. Stapf dankte allen für die gute Zusammenarbeit, besonders der Mu­sikkapelle, dem Männerchor, den Fah­nenabordnungen und dem Kanonier Klaus Riedhofer. Er würdigte in beson­derer Weise die Arbeit von Inge Brenner, die das Kriegerdenkmal über viele Jahre bepflantzt und gepflegt hatte und nun diese Aufgabe an Fran­ziska Stapf übergeben hat. Schriftfüh­rer Albert Guggemos trug alle Akti­vitäten detailliert vor. Drei runde Ge­burtstage von Veteranen gab es zu fei­ern und an drei Vereinsjubiläen nah­men die Vorstandschaftsmitglieder teil. Kassenwart Stefan Schuster musste von einem Minus in der Kasse berich­ten. Beim Tagesordnungspunkt „Wün­sche und Anträge“ bat Wilhelm Pracht darum, dass vor dem Kreuz auf dem Drachenköpfle einige Bäume gefällt oder zumindest gestutzt werden, um hier wieder eine bessere Sicht zu bekommen. Bürgermeister Kössel zeigte sich hier, da es sich um Gemeindewald handelt, aufgeschlossen und will mit dem Veteranenverein Möglichkeiten ausloten.