Die Gemeinde Eisenberg lebt. Und damit sie auch künftig gedeiht, gibt es kein Verweilen. Vor allem in Wohnraum für Familien, in Gewerbeflächen und in den Breitbandausbau will die Gemeinde investieren. Bei der Vorstellung des Haushalts 2015 und der Finanzplanung bis 2018 erläuterte Bürgermeister Manfred Kössel, dass Kinderhort und Kindergarten gut ausgelastet seien. Und auch die Schüler trügen zur Dorfentwicklung bei.

40 Kinder aus Eisenberg besuchen die Grund­schule, für die 24 Mittelschüler wendet Eisenberg 1923 Euro auf. Die 38 Kindergartenkinder sind der Kommune 87.000 Euro wert. Laut Kämmerer Bernhard Gantner bedeute dies 2282 Euro je Kind. Damit die Familien mit Kindern auch künftig genügend Wohnraum zur Verfügung haben, investiere die Gemeinde kräftig. So wurden für 100.000,- Euro Grundstücke erwor­ben, die für den Wohnungsbau genutzt werden können. Annähernd soviel wird für die Erschlie­ßung und den Straßenbau aufgewendet.

Damit Firmen sich ansiedeln und Arbeitsplätze zu haben sind, will die Kommune heuer und nächstes Jahr für 160.000 Euro Gewerbeflächen kaufen. Auch weitere Grundstücks-käufe sind geplant. Um diese Investitionen bezahlen zu können, müssen die 104.000 Euro Überschuss des Verwal-tungs­haushalts verwendet und 278.000 Euro aus der Rücklage entnommen werden, so der Kämmerer.

Der dickste Brocken für die Gemeinde war laut Kämmerer die Zahlung der Kreisumlage von 473.000 Euro, hinzu kamen Kosten für Personal, Sachaufwand sowie Umlagen unter anderem an Schulverbände, die Verwaltungsgemein-schaft Seeg und den Abwasserzweckverband Füssen. Dabei bleibt die Abwassergebühr mit 2,05 Euro pro Kubikmeter seit 2009 konstant. Auch der Trinkwassersatz bleibt laut den Zahlen des Kämmerers vorerst unverändert bei 45 Cent. Aber auch moderne Dienstleistungen tragen zur Attraktivität Eisenbergs künftig bei. Stichwort Breitbandversorgung: Das schnelle Internet ist für Unternehmen wie auch für Privatpersonen wich­tiger denn je. So muss die Gemeinde heuer und nächstes Jahr für den Netzausbau je eine halbe Million berappen. Glücklicher Weise gibt es aber beachtliche Zuschüsse von 80 Prozent, sodass die Gemeinde vergleichs-weise tragbare 100.000 Euro aufbringen muss.

Die Steuerkraft je Einwohner nahm den Angaben des Kämmerers zufolge von 548 auf 657 Euro zu. Allerdings steigt die Pro-Kopf-Verschuldung auf 841,- Euro. Bis 2018 soll diese Belastung allerdings wieder kontinuierlich abnehmen.