An einer besonderen Exkursion nahmen die Schüler der 3. und 4. Klasse der Von-Freyberg-Grundschule Eisenberg am 18. Oktober teil: Zusam-men mit den Lehrern und begleitenden Eltern besuchten sie zuerst die Bachritterburg Kanzach im Landkreiß Biberach an der Riß. Dort lernten sie unter sachkundiger Führung des Burgenexperten Dr. Joachim Zeune aus Eisenberg das Leben auf einer mittelalterlichen Holzburg kennen. Die meisten Burgen in dieser Zeit wurden so gebaut, nur wenige sind noch erhalten. Die Bachritterburg wurde erst vor einigen Jahren nach historischen Plänen wiedererrichtet und bietet einen historisch korrekten Einblick in den damals am meisten verbreiteten Burgentyp. Anschließend ging es weiter ins baden-württembergische Allmen­dingen. Dort wurden die Schulkinder von Baron Ernst von Freyberg und seiner Familie erwartet. Er ist ein direkter Nachfahre der Freiherrn von Freyberg-Eisenberg, nach deren Geschlecht die Von-Freyberg-Grundschule Eisen-berg benannt ist. Nach­dem die Kinder dort durch ein Mittagessen gestärkt wurden, führte der Baron von Freyberg persönlich durch sein Schloss Allmendingen, welches im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Die Schüler lernten so einen anderen Typ von Burg kennen, die Steinburg. Bei der Führung durch seine Bibliothek und der Ahnengalerie verstand es der Baron, das Wissen über frühere Zeiten den Schülern lebendig und kindgerecht zu vermitteln. Besonders wichtig war ihm dabei die Bedeutung familiärer Traditionen und die Weitergabe guter Ideen. Diese sollten die Kinder durch das Lesen geeigneter Bücher erwerben. Sehr erfreut waren Baron Ernst von Freyberg und seine Frau Elisabeth auch über ein persönliches Gedicht, welches die Schulkinder für die Familie Freyberg vortrugen sowie über das Vorsingen des „Eisenberg Liedes“ von Heimatdichter Albert Guggemos.

 Begrüßungsgedicht für Baron Ernst von Freyberg
Es sei gegrüßt der Herr Baron, 
wir Schüler kennen Sie ja schon.
Denn letztes Jahr um diese Zeit,
da hat uns Ihr Besuch erfreut.
Sie sind nach Eisenberg gefahren
wo einst die edlen Ritter waren.
„Von-Freyberg“ hießen diese Leute,
ein paar davon gibt es noch heute!
Friedrich von Freyberg war bekannt
als Burgherr im Eisenberger Land. 
Sein Sohn hat „Hohenfreyberg“ erbaut,
schon viele haben die Burg angeschaut.
Der Enkel hieß Sigmund, und mit seiner Frau
baute er später das Schloss Hopferau.
So haben die Freyberger die Gegend gestaltet
und unsere beiden Gemeinden verwaltet.
Es war vor 23 Jahren, 
als unsre Eltern Kinder waren.
Da wurde unsre Schule gebaut 
und auch nach einem Namen geschaut.
„Von-Freyberg-Schule“ war plötzlich im Munde,
und fand Gefallen in ganz großer Runde.
Darüber freuten sich Lehrer und Kind‘,
weil sie nun alle adelig sind.
Oft haben wir darüber nachgedacht:
Wie haben die Ritter das früher gemacht?
Wie haben sie gelebt und gewohnt,
und auf den hohen Gipfeln gethront?
 Den Friedrich von Freyberg können wir nicht mehr fragen,
aber sein Urururururenkel Ernst von Freyberg kann uns sagen,
wie ein Ritter heute so lebt,
und wie es ihm im Schloss ergeht.
Wir haben auch was mitgebracht, 
und an die Vorratskammer gedacht:
Honig von Eisenberger Bienen konnten wir kriegen, 
welche um die Burg Hohenfreyberg fliegen.
Frischer Käse aus Hopferau darf nicht fehlen.
den können wir ganz sicher empfehlen.
Noch etwas Bier aus dem Sudhaus haben wir hier,
es wird auch genannt „Maria-Hilfer-Bier“.
Herzliche Grüße auch an Ihre Frau Elisabeth,
ganz bestimmt ist sie sehr nett.
Auch Ihren Kindern wünschen wir
glückliche Zeiten im Schlosse hier.
Wir sagen einen großen Dank
für Gastfreundschaft, und Speis‘ und Trank.
Einen Wunsch haben wir noch:
Familie Freyberg lebe hoch!
Vorgetragen von den Kindern der 3. und 4. Klasse