Bei CD Vorstellung die Kulturelle Geschichte Eisenberg sichtbar und hörbar dargestellt – Klänge, alt und neu begeisterten – Veranstaltungsraum fast zu klein

Mit den lieblichen Klängen der Eisen­berger Alphornbläser wurden die Besucher im neuen Zeller Dorfgemeinschaftshaus zur Vorstellung der Musik-CD, „Eisenber­ger Klänge“ empfangen. Und schnell war der freundliche Veranstaltungsraum restlos gefüllt, ja es mussten noch Stühle herbei geschafft werden. Über diese erfreuliche Resonanz freute sich nicht nur Initiator Albert Guggemos, sondern auch Bürger­meister Manfred Kössel, der Albert Gug­gemos auch als Ortschronist und aktiven Schreiber für die AZ und das Vgm.-Blättle mit seiner Familie herzlich begrüßte. Nach den Worten des Bürgermeisters begrüßte auch Albert Guggemos die Besucher, die in so große Zahl erschienen waren. Nun verwies Guggemos auf seine Situation nach dem frühen Tod seiner Ehefrau und einstigen Gesangspartnerin Lisie. Dass nun alles, womit das einstige Gesangsduo die Menschen mit Musik und Gesang erfreut hatte, für immer vergessen sein sollte, ließ den Wittwer zunächst in ein tiefes Loch fallen. Dabei wurde die Idee geboren, das Vergangene vor dem Verges­sen zu bewahren, nachdem auch der Män­nerchor und die Volksmusikgruppe nicht mehr existieren. So wuchs die Idee, die noch aktiven und die nicht mehr existie­renden Gruppen auf einem Tonträger zu vereinen und so am Leben zu erhalten. Tonaufnahmen aus den 1970er Jahren bis heute hatte Albert Guggemos immer ge­sammelt und aufbewahrt, auf die er nun zurück greifen und mit neuen Aufnahmen zusammen führen konnte. Dank dieser umfangreichen Aufgaben wurde, wie er sagt, die Trauerbewältigung erleichtert. Bei der Eisenberger „Beschallungsfirma JOEL3“ von Stefan Weiß und Michael Berktold stieß er dabei auf offene Ohren, sie setzte seine Pläne in die Tat um.

Nun wurde die CD gestartet, die mit dem Marsch der Musikkapelle Eisenberg, „Gruß ans Allgäu“, Komposition und Text von Albert Guggemos, begann. Mit Hilfe eines Beamers wurden dann die Bil­der, alt und neu, jeweils zum Musikstück passend, groß an die Wand geworfen. Diese, vor allem aber die älteren Bilder wurden von den Besuchern fasziniert betrachtet, da hier viele frühere Aktive, die inzwischen alt oder nicht mehr am Leben sind, zu sehen waren. Und so wuchs nicht nur mit jeden Lied oder Musikstück, sondern auch mit jedem Bild die Begeisterung unter den Besuchern. Am Ende wurde nicht nur die CD gekauft, es gab überwältigendes Lob, denn es hieß mehrfach, und dies vor allem von jüngeren Besuchern: Heute wurde die Kulturelle Geschichte von Eisenberg, die vielen jungen Leuten völlig unbekannt ist, zurück geholt und erlebbar gemacht. Dafür und für den insgesamt gelungenen Abend gab es großen Ap­plaus und Albert Guggemos musste viele seiner CD signieren.

Von jeder CD, die 12,- Euro kostet, geht ein Euro an das „Hospiz Südliches Ostallgäu“ in Füssen. Den Tonträger gibt es bei Albert Guggemos in Eisenberg, Birkenweg 3,  im Touristikbüro im Eisenberger Rathaus, im Raiffeisenmarkt am Bahnhof Weizern und bei Schreibwahren Ortner in Pfronten Ried. Ein Bild zeigt Albert Guggemos beim Signieren einer CD für seinen Neffen, Pfarrer Georg Guggemos, der extra bis aus Neuburg an der Donau zu der CD Vorstellung angereist war. Die weiteren Bilder zeigen Eindrücke vom Verlauf des gelungenen Abends.