Nach und nach trafen am Freitag, den 22. 04. die Busse in der Burgengemeinde ein. Begrüßt von Bürgermeister Manfred Kössel begaben sich die Eisenberger in den Kräutergarten des Burghotels Bären in Zell. Hotelier und Kräuterexperte Schorsch Kössel erläuterte mit viel Einfühlungs­vermögen die etwa 800 verschiedenen Kräuter in seinem Garten und verstand es die Besucher mit humorvollen Erläuterungen zu informieren und zu begeistern. Kössel zeigte sich auch sehr erfreut, dass trotz schlechter Prognosen sich auch die Sonne blicken ließ. Mit heiteren Spielen wurden die Gästen dann bis zum Abendessen in fröhlicher Manier unterhalten. Am Abend gab es dann ein gemütliches Beisammensein im Burghotel Bären, wo so manche alte Freundschaft wieder neu belebt wurde.

Am Samstag Vormittag begaben sich die Eisenberger in vier Bussen nach Oberammergau. Bei der Ortsbesichtigung kamen viele wegen der grandiosen Auswahl an großartigen Schnitzarbei­ten aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und es wurde nach Herzenslust gekauft. Dann ging es zur Wieskirche, wo die Besucher nach dem Mittag­essen an einer fachkundigen Führung teilnehmen und das Krönungswerk von Dominikus Zimmer­mann bestaunen konnten.

Vielfältiges Kulturprogramm am Abend

Am Festabend in der Speidener Mehrzweckhalle herrschte herrliche warme, kaum zu beschreiben­de Stimmung. Die a-kapella-Showgruppe “Wei­zenguys” eröffnete den musikalischen Reigen mit drei Vorträgen und legten dabei nicht nur gesanglich, sondern auch in gekonnter Showma­nier den Grundstein für einen stimmigen Abend. Bereits nach dem zweiten und auch nach dem dritten Lied gab es stehend begeisterten Applaus. Klement Nigg begrüßte dann all die Eisenberger und führte in lässiger und heiterer Manier durch das Programm. Er bat nun Gastgeber, Bürgermeis­ter Manfred Kössel zum “Grüß Gott im Allgäu” ans Rednerpult, der dabei die Burgengemeinde vorstellte. Nach einem Gedicht, das ebenfalls die Besonderheiten der Burgengemeinde in heiterer Form beschrieb, erklangen vom Frauenchor aus der Pfalz drei Lieder mit den aussagestarken Titeln wie “Musik kennt keine Grenzen, Lieder sind wie Brücken und ein Likörchen fürs Frauen­chörchen”. Das Likörchen wurde auch gleich auf der Bühne genüsslich getrunken. Nachdem Franz Wachter aus dem Burgenland seine Gemeinde salopp im wohltuenden Niederösterreichischen Dialekt mit seinem besten Werbeträger, dem Wein vorgestellt hatte, vertrat Sigrid Mayer diese Ge­meinde mit einen überaus heiteren Beitrag. Sie kommt aus Seeg, ist eine gebürtige Eisenbergerin, die nach den Worten von Klement Nigg nach Seeg zwangsverheiratet wurde. Sie spielte die Polin Lena, der deutschen Sprache nicht ganz mächtig, die gerade aus Bad Wörishofen von der Kur kam und ihre Erlebnisse dort hinreißend beschrieb. Das Naturtalent begeisterte in spielerischer Hochform, dass die Lachtränen nur so flossen und erntete dafür tobenden Applaus.

Die Delegation aus Thüringen mit Götz Witkop an der Spitze zog die Besucher mit Bildern aus 18 Jahren Eisenberger Tage in ihren Bann. Witkop freute sich, dass alte Freundschaften wieder neu belebt werden und dass mit den Bildern viele schönen Stunden in Erinnerung gerufen werden. Sein Team verband dies mir einem Ratespiel, bei dem es am Ende drei schöne Preise zu gewinnen gab. Nun betrat auch Adolf Kaut aus der Pfalz, mit Alfons Stapf einer der Väter dieser Treffen das Rednerpult. Seinen herzlichen Worten folgte nun sein Gesang- und Musikring Eisenberg/Pfalz mit gekonnter Klavierbegleitung. Sie rissen das Publi­kum mit bekannten Seemannsliedern und einem Medley beliebter Melodien von Udo Jürgens begeistert mit und schlossen ab mit “Ciao-amore, Abschied tut so weh”, und alle in der Halle sangen begeistert mit. Nun wurde das Programm von der Gruppe “Weizenguys” mit drei wiederum perfekt gesungen und gespielten Songs, natürlich nicht ohne Zugaben, abgeschlossen. Mit ihren genialen schauspielerischen Vorträgen trugen sie in ganz besonderer Weise zu der warmen und herzlichen Stimmung an diesem einmalig schönen Abend bei.

Nun wurden noch Gastgeschenke ausgetauscht. Edle Tropfen kamen aus der Pfalz und aus dem Burgenland und die Thüringer brachten einen Apfelbaum mit. Auch Bürgermeister Kössel übergab schöne Handarbeiten an die Vertreter der drei Gemeinden. So gingen die Eisenberger Tage 2016 mit einem überaus gelungenen Abend zu Ende, der wieder allen in bester Erinnerung bleiben wird. Am Sonntag Vormittag wurde dann noch von Bürgermeister Manfred Kössel im Beisein von Spender Witkop und den Gästen aus den befreundeten Eisenbergs an der “von Frey­bergschule” der Apfelbaum in den Allgäuer Boden eingelassen und mit Original Thüringer Erde bestückt. Nach diesem denkwürdigen Akt verab­schiedete Manfred Kössel mit den Eisenberger Alphornbläsern die Delegationen feierlich aus der Burgengemeinde.