Er hatte 1962 das erste Elektrofachgeschäft in der Gemeinde Eisenberg gegründet und genoss in der Burgengemeinde Eisenberg hohes Ansehen. Am Donnerstag, den 24. Juli ist Rudolf Pleier mit fast 90 Jahren im Haus seines Sohnes Gerhard in Eisenberg friedlich entschlafen. Rudolf stammte aus Lanz im heutigen Tschechien und kam 1948 aus englischer Gefangenschaft nach Eisenberg, wo er nach der Vertreibung seine drei Brüder wieder gefunden hatte.

Der Verstorbene hatte bereits 1952 die Prüfung zum Elektromeister abgelegt. 1962 bezog er mit Ehefrau Juliane das neu erbaute Haus im Schlossbergweg und eröffnete hier das erste Elektrofachgeschäft in der Gemeinde Eisenberg, das bald florierte und sich großes Ansehen erwerben konnte. 1974 starb seine Frau Juliane an einer heimtückischen Krankheit. Sohn Gerhard stieg in die beruflichen Fußstapfen seines Vaters. Somit konnte 1987 der Generationswechsel erfol­gen, im neuen Geschäftshaus direkt an der OAL 2 in Eisenberg werden seither alle anfallenden Arbeiten der Elektrobranche erfolgreich und kompetent erledigt. Seinen Lebensabend durfte Rudolf im Haus seines Sohnes Gerhard und seiner Frau Petra verbringen.

Bis heute unvergessen ist Rudolf Pleier bei allen älteren Einwohnern, die ihn als fröhlichen Gitarr­isten und Sänger bei der Tanzkapelle Pleier in bester Erinnerung behalten haben. Im Eisenberger Männerchor war Rudolf bis ins hohe Alter als Sänger und Musikant aktiv und im Veteranen- und Soldatenverein Eisenberg wurde der Verstor­bene im Jahr 2004 zum Ehrenmitglied ernannt.  Am Dienstag, den 29. Juli wurde er auf dem Zeller Friedhof zur letzten Ruhe gebettet. Dabei erwies ihm der Männerchor Eisenberg mit dem Lied „Über den Sternen“ die letzte Ehre. Für den Männerchor sprach Wilhelm Brutscher Dankes­worte und für den Veteranen- und Soldatenverein erinnerte Vorsitzender Alfons Stapf an seinen Dienst in der Wehrmacht mit der sich anschlie­ßenden, bis 1948 dauernden Englischen Gefan­genschaft und legte ein Kranzgebinde nieder. Zum Schluss der Trauerfeier erklang durch die Musikkapelle Eisenberg zu kräftigem Kanonen­donner das Lied vom „Guten Kameraden“.