Es war eine sehr bewegende Stunde tiefer Verin­nerlichung. Der Pfarrgemeinderat Zell hatte zum Abendgebet in die Pfarrkirche geladen, das von den Jazzlsteiner Musikanten mit einleitender Orgel und Überleitung zu „Mo better blues“ eröffnet wurde. Nach Begrüßungsworten von Christine Zweng lasen Edith Guggemos, Martina Gast und Gertrud Wöhrle tiefsinnige Texte mit Einladungen zur Stille auf unserem oft steinigen Weg, während dazwischen die Musiker immer wieder feine Jazzweisen in höchster Perfektion darboten. Neue Wege suchen, geschwis­terlich leben, einander wertschätzen und dabei Christus finden und erkennen war das Credo der sinnlichen Einwürfe bei diesem feierlichen Abend­gebet.

Mit den neuen Wegen fand Christine Zweng die Überleitung zur Verabschiedung von Pfarrsekretärin Monika Epple, die den Pfarreien Zell und Hopferau 21 Jahre vorbildlich gedient hatte. So würdigte zu­nächst die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Zweng die immer harmonische und entgegenkommende Art der Zusammenarbeit mit der Moni: „Du warst unser Fels in der Brandung und wirst uns allen sehr sehr fehlen, du gehörtest längst zum Inventar und warst die gute Seele des Pfarrhofs“. Nicht weniger Lob erging an die Scheidende von Kirchenpfleger Hans Berktold, der die 19 Jahre mit Pfarrer Dariusz Nikle­wikz und auch die letzten zwei Jahre mit Pfarrer Wolfgang Schnabel beleuchtete. Es gibt nur gute Erinnerungen, geht nicht gibt’s nicht war ihr Motto. Auch Pfarrer Wolfgang Schnabel würdigte ihr Tun und sagte: „Sie liebe Monika haben mir den Neu­start hier als Vorsitzender der Pfarreiengemeinschaft Seeg leicht und angenehm gemacht. Für die Pfarrei Hopferau waren Angelika Umkehrer-Böhm und Emil Lipp erschienen. Auch sie lobten die hervor­ragende Zusammenarbeit und bewunderten ihre Fä­higkeit, Stress und Aufgabenvielfalt immer mit lächelnder Mine zu bewältigen. Und natürlich gabs von allen Blumen und ein besonderes Geschenk, das der Entspannung dienlich sein wird. Nach dem Segen durch Pfarrer Wolfgang Schnabel klang der Abend mit der Melodie „Summertime“ aus, wobei die sehr zahlreich erschienenen Besucher kräftiger Beifall spendeten.