Auf ein bewegtes Leben kann Franz Kettner zurückblicken, der am 18. Dezember bei guter Gesundheit seinen 90. Geburtstag feiern konnte. Zwei Kinder, vier Enkel und fünf Urenkel feierten mit dem Jubilar und ließen ihn hochleben. An seinem Ehrentag besuchten ihn auch Alfons Stapf und Albert Guggemos vom Eisenberger Vetera­nenverein und brachten ihrem Ehrenmitglied einen Gutschein für eine Einkehr mit seinen Nächsten. Aber auch einige seiner alten Nachbarn in Zell kamen zum Gratulieren, denn Franz Kettner lebt seit einiger Zeit in Füssen, wo er von Tochter Brigitte und Schwiegersohn Oswald bestens versorgt und betreut wird.

Franz Kettner wurde am 18. Dezember 1925 in Juratin/Egerland geboren. Mit 17 musste er in den Krieg ziehen. Stationen waren Russland, Norman­die, er machte die Ardennenoffensife mit und kam über Ungarn nach Österreich, wo er in ameri­kanische Gefangenschaft geriet. 1946 wurde er entlassen und konnte seine mittlerweile in Zell angesiedelten Eltern wieder in die Arme schlie­ßen. Er ging dann nach München zu BMW, wo er in der Motorenversuchsanstalt arbeitete. 1948 heiratete er und heuerte später bei British Petro­lium (BP) in Hamburg als Trainingsleiter für Tankstellenbetreiber an. Nach einem langen, sehr abwechs-lungsreichen Arbeitsleben kehrte er 1982 nach Eisenberg zurück und lebt nun seit 2009 in der Seniorenanlage am Ziegelangerweg in Füssen.