Im Ortsteil Osterreuten in der Gemeinde Eisen­berg konnte am Samstag, den 30. Januar die Altbäuerin und ehemalige Sägewerkbesitzers­gattin Franziska Jachtner ihren 90. Geburtstag begehen. Die Jubilarin erfreut sich guter Gesund­heit und verbringt ihren Lebensabend im Haus ihres Sohnes Jakob, der das landwirtschaftliche Anwesen weiter betreibt. Die Jubilarin stammt von der Berkmühle in der Gemeinde Seeg. Als 19-Jährige kam sie auf den Mahl- und Säge­betrieb ihres Onkels Jakob Frey in Osterreuten, nachdem dessen Ehe kinderlos geblieben war und wurde von ihm adoptiert. Zu dieser Zeit lief der Mahl- und Sägebetrieb auf sehr hohem Niveau. Auf alten Bildern sind noch riesige Lager von Stammholz zu sehen, die hier mit der Gattersäge wunschgerecht zugeschnitten wurden.

Im Jahr 1949 hatte Franziska Helmut Jachtner geheiratet, der als Heimatvertriebener nach Eisen­berg gekommen war und in der Firma Arbeit fand. Er war Säger und Landwirt und führte den Betrieb mit Gattin “Fanny” bis zum Jahr 1982, wo er den Betrieb an Sohn Jakob übergab, fünf Jahre später im Jahr 1987 verstarb Helmut Jachtner. Getreide wurde hier bis 1957 gemahlen, der Säge­betrieb wurde 1990 eingestellt. Die Landwirt­schaft betreibt Sohn Jakob jedoch erfolgreich weiter.

Die Jubilarin schenkte acht Kindern das Leben. Inzwischen können der betagten und hoch ge­schätzten Jubilarin zehn Enkelkinder und drei Urenkel gratulieren. Das schöne Fest des 90. Geburtstags hat “Mühle-Fanny”, wie sie in der Gemeinde bis heute genannt wird, im Kreis ihrer großen Familie, den Verwandten und den Nach­barn im Haus Christine in Speiden gebührend gefeiert. Das Bild zeigt Franziska Jachtner im hochgeschätzten “Herrgottswinkel” ihrer guten Stube.