Sie haben allesamt wieder restlos überzeugt, die Instrumentalisten der Musikkapelle Eisenberg eben­so wie die jungen Bläserinnen und Bläser der Ju­gendkapelle Eisenberg-Hopferau. Und so zeigte sich am Ende nicht nur das Publikum, das drei Zugaben erklatscht hatte, sondern auch die beiden Dirigenten Markus Brenner und Sonja Köhler und Vorstand Stefan Körbl hoch zufrieden. Der Bezirksvorsitzen­de des ASM-Süd Gottfried Groß hatte sehr viele Ehrungen vorzunehmen und lobte nicht nur die Instrumentalisten. Dass so viele Nachwuchsmusi­kanten an den D1 und D2 Kursen teilgenommen hatten nannte er eine hervorragende Plattform für das erfolgreiche Weiterbestehen und das hohe Nive­au unserer Musikkapellen.

Mit der mächtig, Fanfaren artig und farbenfroh klingenden Komposition „A little opening“ wurde der Konzertreigen perfekt eröffnet. Nach der Begrü­ßung folgte mit „Children of the amazonas eine höchst anspruchsvolle Beschreibung des größten Flusses der Erde. Mit einer gefühlvoll vorgetragenen Einleitung und sich dann steigernder Tempis wurde allen Instrumentalisten höchste dynamische Flexi­bilität abverlangt. Mit effektreichen Kantilen und kraftvollen dramatischen Einwürfen, aber auch ru­hig fließenden Passagen zeigten die Akteure bewun­dernswerte Instrumentenbeherrschung und Vortrags­kunst. Jetzt folgte ein heiterer Ausflug zu den Schot­ten, wobei Dirigent und mehrere Melodieführer mit Schottenröckchen und Schottenmütze das Publikum amüsierten. „Alladale“ nennt sich diese Komposi­tion und heißt zu deutsch Danke, was von Mode­ratorin Pauline Kössel wie alle anderen Werke in humorvoller und perfekter Weise erklärt wurde. Im langsamen Walzertakt übertrug sich dabei schotti­sche Ruhe und Gelassenheit wohltuend auf die Zuhörer. Mit der sehr melodiösen, doch die Musiker sehr fordernden, schmissigen „Perger Polka“ aus dem österreichischen Mühlviertel folgten nun die Ehrungen. 18 Nachwuchsmusikanten/innen hatten den D1 Kurs und sechs weitere der Jugendkapelle den D2 Kurs erfolgreich abgelegt und durften dafür Urkunden in Empfang nehmen. Dem folgte die Ehrung treuer Mitglieder ebenfalls durch Gottfried Groß. Seit 10 Jahren sind Magdalena Wöhrle, Josef Teufel, Maxmilian Schabel, Moritz Brenner und Tim Brenner dabei. Auf 15 Jahre bringt es stellvertetende Dirigentin und Jugendausbilderin Sonja Köhler. Seit 40 Jahren ist Georg Wiedemann aktiver Musikant und der Mann für alle Angelegenheiten. Er stand dem Verein viele Jahre als Kassenverwalter und 11 Jahre als erster Vorstand zur Verfügung und sein Können als Schreiner wird bis heute gebraucht und hoch geschätzt Ihn hatte der Dirigent für sein wert­volles Wirken mit einem Gedicht überrascht und erfreut. Er wurde von Vorstand Stefan Körbl als Dankgeschenk mit einer Ballonfahrt überrascht.

Jugendkapelle überraschend stark

Mit „How to train you dragon“ verblüffte und überraschte die Jugendkapelle mit mitreißender Spielfreude und höchst beachtlichem Können. Sehr anspruchsvoll auch ihr zweiter Vortrag „Selektions from“, fanfarenartig und erhebend im Marschrhyth­mus vorgetragen. Mit „Mary Poppins“ spielte sich die Jugendkapelle mit bekannten Musikal-Melodien in die Herzen des Publikums, wo Dirigentin Sonja Köhler und ihrer jungen Truppe echte Begeisterung entgegen schlug und der junge Trompeter Magnus Brenner mit wunderbaren Solopartien hervorstach.

Nach der Pause ging es mit Dirigent Markus Brenner und seiner Truppe auf hohen Niveau mit „Glory of love“ und mit „Polka Italienne“ heiter melodiös weiter. Die Konzertpolka vermittelte be­schwingte, italienische Leichtigkeit, wobei melodiö­ser Fluss mitreißende Spielfreude zum Ausdruck brachte. Wuchtig mit großer dynamischer Fle­xibilität folgte „Aladin“ und zum Schluss verwiesen die Musiker mit „Sympatria“ auf die Heimat und das damit verbundene Zusammengehörigkeitsge­fühl. Bei drei geforderten Zugaben klatschen die Gäste begeistert mit und Markus Brenner bedankte sich beim so liebenswerten Publikum mit herzlichen Worten. Voll des Lobes brachte Bürgermeister Man­fred Kössel in seinem Grußwort seine Anerkennung an die Großen und ganz besonders dem jugendli­chen Nachwuchs zum Ausdruck. Auch am Sonntag Nachmittag war die Halle gut gefüllt, wo die Besucher bei Kaffee und vielerlei Kuchen ebenfalls bestens unterhalten wurden.