Rundum zufriedene Gesichter gab es beim Frühjahrskonzert der Musikkapelle Eisenberg. Ein sehr anspruchsvolles Musikprogramm wurde meisterhaft dargeboten und das Haus war bis zum allerletzten Platz besetzt. So freute sich Vorstand Georg Wiedemann, dass er so viele Besucher begrüßen konnte. Unter ihnen Bürgermeister Manfred Kössel, Pfarrer Dariusz Niklewicz, Bür­germeister  Bayrhof aus Hopferau, den Vertreter des ASM Bezirks III Gottfried Groß und als besonderen Gast Lothar Geist vom ASM-Bezirk I Kempten.

Der Auftakt erfolgte mit dem Konzertmarsch „The Centurion“ von Philipp Spark, der leicht und beschwingt vorgetragen, das Publikum sofort in Konzertlaune versetzte. Mit Klarinetten-, Hörner- und Posaunensolos bewiesen die Interpreten schon beim ersten Stück überragende Spieltechnik und Sicherheit. Mit „Orpheus in der Unterwelt“ aus der gleichnamigen Operette wagte sich Dirigent Markus Brenner an eine hochgradig anspruchs­volle Komposition, die trotz schwierigster Phasen souverän gemeistert wurde. Dieses Stück be­schreibt die unglückliche Beziehung von Orpheus  und Eurydike. Der Geliebte von Eurydike ent­puppt sich in dieser griechischen Mythologie als Herr der Unterwelt, der seine Freundin dorthin entführt. Bei der Rettung verliert Orpheus Eury­dike aber endgültig. Die in vielen Passagen stimmgewaltig vorgetragene Komposition von Jacques Offenbach brachte die durchlebten Höhen und Tiefen dieser Sagengestalten voll zum Aus­druck. Das durchaus fordernde Stück wurde so perfekt  dargeboten, dass es zusätzliche Anerken­nung verdient. Swingend und heiter ging es weiter mit „Avocados“ von Hans Joachim Rhinow. Der Komponist war in den 1950er-Jahren zunächst in der Schlagerbranche erfolgreich, wechselte später aber zur Blasmusik. Es begann mit Paukenschlag, Trommel und Schlagzeug um dann leichtgängig und hinreißend in fröhlichen Polka-Rhythmus einzufließen.

Nun folgten Ehrungen und Auszeichnungen für gut bestandene D1 und D2 Kurse. Andreas Geisenhofer konnte für zehn Jahre Treue zur Kapelle geehrt werden, Die Ehrenurkunden wurden mit anerkennenden Dankesworten durch den Vertreter des ASM, Gottfried Groß überreicht.

  Auch Jugendkapelle in Hochform

Mit „Les Miserables“ und „The Final Countdown“ stand die Jugendkapelle unter der Leitung von Sonja Köhler den Großen in keinster Weise nach. Mit erstaunlicher Spielsicherheit leg­ten sie beachtenswertes Können an den Tag und rundeten so das  gesamte Programm in gelungener Weise ab. Die geforderte Zugabe verdeutlichte ebenfalls die Spielbegeisterung und das vielver­sprchende Können der Nachwuchsmusikanten/ innen.  Eine Frau aus dem Publikum meinte voll Freude: Auf solche Jugendliche können die Eisen­berger mit Recht stolz sein“.

Auch nach der Pause stellte Dirigent Markus Brenner hohe Ansprüche an seine Musikerinnen und Musiker. In „Gulliver`s Travels“ wird die Weltreise verschiedener Wesen in vier  Sätzen in Szene gesetzt. In einfühlsamen bis gewaltigen Abhandlungen wurden Erlebnisse dynamisch klar  vernehmbar dargestellt, die dem Orchester abso­lutes Können abverlangten. Mit „Nessaja“ aus Peter Maffays „Tabaluga“ und „Ghostbusters“  von Ray Parker setzte das Orchester weitere Glanzpunkte. Mit der „Posaunenpolka“, von sechs begeistert blasenden Posaunisten auf der Empore showmäßig effektvoll vorgetragen, setzten die Musiker einen grandiosen Schlusspunkt, der überragenden Beifall auslöste. Zwei schmissige Märsche als Zugabe beendeten dann das hoch ansprechende Programm. Alle Musikstücke wur­den dem Publikum von Pauline Kössel auf humorvolle und sehr liebenswerte Art  erklärt. Vorstand Georg Wiedemann bedankte sich be­sonders bei Dirigent Markus Brenner und Jugend­dirigentin Sonja Köhler für das erfolgreiche  und zeitaufwendige „Einstudieren“ und lud dann das dankbare Publikum zum weiteren gemütlichen Verweilen in der Halle ein.