Der Käsermeister Gottfried Albrecht konnte am Mittwoch, den 30. Dezember in seinem Haus in Eisenberg mit seiner Familie den 80. Geburtstag feiern. Zu dem besondern Anlass besuchte ihn Bürgermeister Manfred Kössel und überreichte dem Jubilar eine deftige Käsebrotzeit aus seinem ehemaligen Käsereibetrieb, der Sennerei Weizern. Nach dem Besuch, bei dem auch Christine Zweng und Genovefa Sommer im Namen des Pfarrge­meinderats gratulierten, begab sich der Jubilar mit seiner Frau Franziska, den zwei Kindern und den vier Enkelkindern, den Nachbarn und Freunden in die Pfeffermühle zum Feiern des schönen Festes.

Geboren wurde Gottfried Albrecht in Käsers bei Altusried und wurde in Frauenzell zum Molkereigehilfen ausgebildet. Nach der erfolg­reich bestandenen Meisterschule arbeitete er zehn Jahre in der Sennereigenossenschaft Heimen. 1968 übernahm er mit seiner Frau Franziska die Käserei in Weizern, genau zu dem Zeitpunkt, als die Milchlieferanten sich für die „Käsefertigung in Eigenregie“ enschieden hatten. Mit Gottfried Albrecht stieg das Qualitätsniveau enorm an. Dadurch konnte in Weizern ansehn-licher Gewinn erwirtschaftet werden, sodass Nachzahlungen das Einkommen der Milchlieferanten bedeutend ver­besserten. Gut florierender Barverkauf, von den Albrechts so aufgebaut, trug eben­falls zum Erfolg der Genossenschaft bei.

Die Erfolge von Gottfried Albrecht mit der Markenproduktion von „Allgäuer Emmentaler“ wie auch von „Allgäuer Bergkäse“ lagen weit über dem Durchschnitt. Zwanzig Jahre in Folge, von 1978 bis 1998 erhielt Albrecht den „Benno Martiny-Preis“, die höchste Qualitätsauszeich­nung, die von der DLG verliehen wird. 1983 wurde Albrecht Jahresbester vom gesamten All­gäu bei der Produktion von Marken-Emmentaler. Für diese Spitzenleistung wurde er mit einem ansehlichen Preis sowie einem gravierten Zinn­teller geehrt. 1993 ehrten Vorstand und Aufsichts­rat der Sennereigenossenschaft Weizern ihren verdienten Käsermeister und 2015 erhielt der Jubilar den Goldenen Meisterbrief ausge-händigt.. Auch heute noch spielt der Jubilar wie sein ganzes Leben leidenschaftlich gern einen zünftigen Schaffkopf und genießt den Ruhestand mit seiner Familie im Schlossbergweg in Eisenberg.