Der im vergangenen Sommer neu gewählte 1. Vorsitzende des Eisenberger Burgenvereins, Rich­ard Albrecht hatte zusammen mit Bürgermeister Manfred Kössel eine große Arbeitsaktion auf der Burgru­ine Hohenfreyberg gestartet und sie konnte am Samstag, dem 20. November bei idealem Herbstwetter weitgehend ab­ge­schlossen werden. Der Bewuchs mit Haselnusssträuchern und ähnli­chen Stauden hatte so über­hand ge­nom­men, dass das Mauer­werk sehr gefährdet und nur noch teilweise zu sehen war. Diesem gnadenlosen Be­wuchs musste dringend Einhalt gebo­ten werden.

Nun begaben sich bereits am Freitag Nachmittag und am Samstag schon ab acht Uhr zwölf beherzte Männer einschließlich der Bauhoftruppe mit schwerem Gerät zur Burgruine. An der steil abfallenden Felsenwand der Südseite konnten die Männer nur mit Seil-Sicherung mit den Motorsägen  arbeiten. Großteils wurden die acht bis zehn Meter hohen Sträucher dann angehängt und vielfach mit doppelter Seilwindenkraft (11 Tonnen) vom Fels weggezo­gen und gleich auf entsprechende Hän­ger verladen und abtransportiert. Am Samstag um zwölf Uhr war die Südseite der Burg von jeglichem Ge­strüpp befreit. Da gabs dann erst ein­mal kräftige, warme Verpflegung.

Nun galt es, die Südost- und die Südwestseite ebenfalls vom Bewuchs zu befreien. Hier waren Stämme mit über 20 Zentimetern Durchmesser zu beseitigen, was allerhöchste Vorsicht und Konzentration verlangte, da hier der Felsenansatz zur Mauer nicht mehr als einen Meter beträgt. Doch auch dieses konnte bewerkstelligt wer­den. Nun wartete am Samstag Nachmittag noch die rund 100 Meter lange Nordseite der Festung. Hier war es besonders aufwendig, da es hier wenig Platz für die Traktoren mit den Seilwinden gibt. Doch es konnte auch diese Arbeit am Samstag Dank der kräftigen und unermüdlichen Hel­fer bewältigt und ganz zu Ende geführt werden. Mit diesem Groß­einsatz, konn­te ganz im Sinn von Burgenspe­zialist Dr. Joachim Zeune, das Mauer­werk vor Zerstörung durch Wurzel­werk eingedämmt werden. Am Abend bedankte sich Bürgermeister Manfred Kössel wie auch Richard Albrecht für den Burgenverein für den großartigen Einsatz. Nun kann die Burgruine Ho­henfreyberg wieder in ihrer großarti­gen Einmaligkeit die Besucher erfreu­en.

Bilder: Albert Guggemos