Von überall her waren die Menschen zum ersten Fastenwallfahrtsgottesdienst nach Maria Hilf ge­strömt, kein Wunder, denn mit Abtprimas Notker Wolf konnte Pfarrer Wolfgang Schnabel einen Predi­ger höchster kirchlicher Kategorie in das Mariahilfer Marienjuwel verpflichten. Deshalb brachte Pfarrer Schnabel bei seiner Begrüßung auch seine große Freude zum Ausdruck, dass sich der viel gereiste und immer noch hoch gefragte Mönch hier eingefunden hat und wir seine weisen Ratschläge vernehmen dür­fen. So wurde der Gottesdienst zu einer tiefgründigen, inneren Erbauung, mit sinnvollen Ratschlägen für die Vorbereitung auf Ostern.

Der Prediger fand die vielen Ratschläge für Fasten­kuren, die heute von den Medien hochgepriesen wer­den wenig nützlich und hilfreich und fragte: Ist das das Christentum? Man solle die Art des Fastens mit dem Verzicht auf Alkohol und Genüssen nicht übertreiben. Nach den Regeln des hl. Benedikt schlägt Abtprimus Notker Wolf vor, sich insgesamt über die gewohnten Pflichten um ein Leben in Lauterkeit zu bemühen, jeder im eigenen Maß. So könne jeder dem Herrgott zeigen, ich bin bereit etwas auf mich zu nehmen. Über die Schwächen des Einzelnen bewusst werden und seine eigenen Worte zu kontrollieren und zu überdenken und so das Christsein vorzuleben. Das Fasten dürfe nicht zur Schau gestellt werden, Jesus wolle Bescheidenheit und Ehrlichkeit. Schwört nicht sagt Jesus, unser Wort muss gelten. Dies predigt ja auch unser Papst Franziskus, womit er leider nicht bei allen gut an­kommt. Viel wertvoller als großes Fasten bezeichnete der Prediger das Vergeben, denn wer vergibt, dem wird der Vater vergeben. Wir müssen uns los trennen von der Nabelschnur des Hasses. Vergeben nannte er eine größere Leistung als das Fasten und es sei oft schwerer als verzichten. Dies sei die richtige Vor­bereitung auf das Osterfest, wer vergibt stiftet Frie­den. Frieden durch Vergebung in den Familien und Frieden in der Nachbarschaft und die Einfachheit wagen. So können wir in geistiger Sehnsucht und Freude das Osterfest erwarten. Mit dem feierlichen Segen und guten Wünschen auf die Osterfeiertage verabschiedete sich der hohe Würdenträger bei den Gläubigen nach dem ersten Fastengottesdienst.

Wilhelm Pracht ein rüstiger Achtziger

In Eisenberg konnte am Dienstag, den 12. März der Elektromeister Wilhelm Pracht bei sehr guter Gesundheit seinen 80. Geburtstag feiern. „Bickls Willi“ wie er auch heute noch von vielen genannt wird, weil er 1962 Gertraud Bickl aus der Schrei­nerei Bickl im damaligen Eisenburg geheiratet hatte, ist bis heute als agiler, umtriebiger und immer hilfsbereiter Ruheständler hoch geschätzt und gefragt.

Der Jubilar stammt aus Rosshaupten und hat in seinen Lehr- und Gesellenjahren weit ab der Heimat viel Erfahrung und Wissen gesammelt. Am 1. April 1973 gründete er die Firma Elektro Pracht, die seit 2002 sein Sohn Thomas ebenso erfolgreich wie der Vater weiter führt. Maschinenreparaturen führt der Willi in Unterstützung seines Sohnes auch heute noch gern und zuverlässig aus und ist immer hilfsbereit zur Stelle, wenns irgendwo klemmt. Be­sonders geschätzt wurde Wilhelm Pracht bei den Gast- und Landwirten, weil er im Notfall zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Stelle war.

Hohes Ansehen erwarb sich der Jubilar durch sein ehrenamtliches Engagement. Von 1978 bis 1990 diente er der Burgengemeinde als Gemeinderat, doch sein unermüdliches Wirken für die F. Feuerwehr nimmt eine ganz besondere Stellung ein. Bis 1990 war Pracht zehn Jahre 1. Kommandant und von 1990 bis zum Jahr 2000 1. Vorsitzender der Eisenberger Feuerwehr. Seine Hilfe und sein umfangreiches Wis­sen war jedoch in allen Vereinen gefragt. Bis vor kurzer Zeit gab es kein Fest in der Gemeinde, wo sich nicht der Willi um Strom, Licht und einen rei­bungslosen Ablauf gekümmert hat. Nun lässt er es ein wenig ruhiger angehen, doch seine Sonntag-Morgentour auf den Schlossberg und zum Kreuz auf dem Drachenköpfle lässt er sich nicht nehmen, das hält ihn jung und fit. Und danach genießt er den Frühschoppen bei seinen Stammtischfreunden beim Gockelwirt. Hier feierte er auch mit seiner Familie, den Nachbarn und seinen vielen Freunden seinen 80. Geburtstag, die ihn alle anerkennend hochleben ließen. Das Bild zeigt ihn an seinem 80. Geburtstag vor seiner Haustüre, die von den Nachbarn liebevoll geschmückt wurde.