Im Alter von fast 83 Jahren ist am 9. Februar auf dem Hummelhof in der Gemeinde Eisenberg der Austragsbauer Hans Guggemos nach über zwei­jähriger schmerzvoller Krankheit friedlich ent­schlafen. Hans Guggemos war der vierte Sohn und siebte Spross von Mathias Guggemos auf dem landwirtschaftlichen Anwesen beim Hummel­bauer. Mit zehn Jahren kam Hans dann auf den Hof seiner Tante nach Pfronten Kappel, wo er körperlich von früh bis spät mitarbeiten musste. Nach erfahrungsreichen Jahren auf Bauernhöfen absolvierte er dann erfolgreich die Landwirt­schaftsschule in Kaufbeuren. Nach dem Tod sei­nes Vaters 1956 betrieb er den elterlichen Hof mit Mutter Philomena weiter und übernahm ihn 1960 mit Ehefrau Sofie, die er 1959 an den Traualtar führte. Drei Söhne und zwei Töchter gingen aus der glücklichen Verbindung hervor. Der landwirt­schaftliche Betrieb wird von Sohn Georg und seiner Frau Edith zielstrebig weitergeführt.

Der Verstorbene besaß in der Burgengemeinde Eisenberg wegen seiner liebenswerten Art hohes Ansehen und er engagierte sich in vielerlei Gre­mien im Ehrenamt. Von 1984 bis 1990 gehörte er dem Eisenberger Gemeinderat an, arbeitete viele Jahre im Vorstand der Milchverwertung Ostallgäu in Rückholz mit und war auch mehrere Jahre Mitglied im Pfarrgemeinderat Zell. Seine ganze Liebe galt jedoch der Blasmusik. Er gehörte zu den Pionieren, die ab dem Jahr 1947 die Musik­kapelle Zell, wie sie damals noch hieß, wieder zum Leben erweckten. Fast 50 Jahre blies er zu allen Anlässen das Tenorhorn und führte die Kapelle von 1968 bis 1972 und von 1978 bis 1990 insgesamt 16 Jahre lang als deren 1. Vorstand. In dieser Zeit verdanken ihm die Musiker und beteiligten Vereine erlebnisreiche Auftritte in ganz Deutschland, wo die Kapelle in großen Zelten und Hallen sowie schönen Festzügen ernormes Anse­hen erworben und die Burgengemeinde nach außen stilvoll präsentiert hat. Aufgrund seiner großen Verdienste für die Blasmusik wurde er schon vor Jahren zum Ehrenmitglied ernannt. Sohn Manfred hat sein musikalisches Talent geerbt, ist staatlich geprüfter Musiklehrer und spielt bei der deutschlandweit bekannten Show­band “Allgäu-Power” die Gitarre. Um den guten Vater und liebenswerten Opa trauern neben Ehefrau Sofie die fünf Kinder, zwölf Enkel sowie drei Urenkel. Die Beisetzung fand am Samstag, den 13. Februar auf dem Friedhof in Zell statt, wo die Verdienste des Verstorbenen in mehreren Ansprachen eindrucksvoll gewürdigt wurden.