Immer noch rüstig und voller Humor konnte am Sonntag, den 15. Dezember in Eisenberg Karl Nitsche seinen 90. Geburtstag begehen. Der rüstige Jubilar kommt aus Tetschen-Bodenbach im Elbsandsteinge­ birge und erlernte das Bäckerhandwerk. Er kam erst 1948 aus Russischer Gefangenschaft frei und fand in der Gemeinde Seeg seine Familie wieder. Dort fand er auch seine Frau Elisabeth, mit der er seit 1949 glücklich verheiratet ist. Seit Anfang der 1950er Jahre ist er in Eisenberg beheimatet, wo die Eheleute 1956 in das mühevoll erbaute, eigene Haus einziehen konnten. Karl Nitsche arbeitete zunächst als Bäcker, dann fand Nitsche bei der Bundesbahn in Füssen eine Anstellung, wo er sich vom Gleisarbeiter zum Beam­ten im Mittleren Dienst empor arbeitete.

Der Jubilar ist allen als geselliger und stets humor­voller Zeitgenosse bekannt und geachtet. Über drei Jahrzehnte sang er beim Männerchor Seeg. Im Kirchenchor Zell war Karl von 1952 an bis über sein 70. Lebensjahr hinaus zuverlässiger Tenorsänger. Beim Veteranen- und Soldatenverein Eisenberg ist der Jubilar Ehrenmitglied und freut sich, dass er zu den inzwischen nur noch neun noch lebenden Kriegsteil­nehmern zählen darf. Mit seiner Frau Elisabeth und den zwei Töchtern Angelika und Anita sowie vielen alten Sangesfreunden gratulierten ihm am Ehrentag auch Bürgermeister Alfons Stapf im Namen der Ge­meinde und Albert Guggemos namens des Veteranen- und Soldatenvereins. Nach diesem Besuch, wo der Jubilar in altgewohnter, fröhlicher Manier erzählte, begab sich die Jubelfamilie ins Haus Christine, um den seltenen und erfreulichen Anlass mit der Familie zu feiern.