Als einmalig schönes und großartiges Erlebnis wird der Jahresausflug des Zeller Kirchenchors allen aktiven Sängerinnen und Sängern sowie den Strei­chern und Flötistinnen in Erinnerung bleiben. Grundgedanke des Ausflugs war, Pfarrer Dariusz Niklewicz, der 19 Jahre in Zell segensreich wirkte, einen Besuch abzustatten. Doch seine alten Pfarr­kinder kamen nicht mit leeren Händen. Chor und Orchester unter Leitung von Franz Abt führten die Messe „Zur Lieben Frau von Mariahilf“ von Stefan Tome auf und ließen das moderne und kunstlose Gotteshaus erbeben. An der Orgel saß der Kompo­nist Stefan Tome höchst persönlich, im Team mit Johannes Abt brachten diese zwei Orgelvirtuosen das Gotteshaus zum Beben, denn der Registerum­fang dieses königlichen Instruments gleicht dem eines mächtigen Doms. Dariusz Nicklewick war außer sich vor Freude und am Ende gab es nicht nur Dank und kräftigen Beifall, der Mesner erklärte, dass er so einen erhebenden und großartigen Gottes­dienst noch nicht erleben durfte.

Nach dem Mittagessen auf der Insel begab sich die über 50 Personen starke Truppe bei Traumwetter zur erholsamen Schifffahrt auf den Bodensee und alle genossen die warme Herbstsonne und das Gleiten auf den Wellen. Am Ende stellten sich die Ausflügler noch zum gemeinsamen Erinnerungsfoto mit Pfarrer Niklewicz auf. Dann ging es zurück zur Kirche, die dann von Dariusz Niklewicz mit großer Begeisterung erklärt wurde. Sie wurde 1938 erbaut und im Jahr 2000 nach modernen Prinzipien kunst­los erneuert. Dieses Gotteshaus bietet enorm viele Möglichkeiten, da es nur lose Bänke gibt. Jeder konnte spüren, dass sich hier der frühere Zeller Seelsorger verwirklichen kann und angenommen fühlt.

Der überaus gelungene Tag fand abends im Bären seinen Abschluss mit dem Jahresrückblick von Diri­gent Franz Abt und der Ehrung treuer Sängerinnen und Sänger. Der Dirigent bedauerte, dass der Pro­benbesuch mit 76 % Anwesenden im vergangenen Jahr zu wünschen übrig ließ. Intensives Proben von neuen Liedern sei nicht möglich, wenn immer ein Viertel der Mannschaft fehle. Dies bereite ihm große Sorgen und er bat um Besserung. Mit 44 Proben hat der Chor im vergangenen Jahr 22 Auf­tritte bewältigt. Als das absolute Highlight bezeichnete Abt den Auftritt in Lindau beim Jahresausflug und bedankte sich dafür bei allen. Sein besonderer Dank galt Hannelore Nigg, die den Ausflug nach Lindau erfolgreich organisiert hatte und überreichte ihr dafür einen Früchtekorb. Dann schritt Abt zu den Ehrungen dreier verdienter Sän­gerinnen und Sänger. Für zehn Jahre im Kir­chenchor Zell gab es für Sopransängerin Angelika Dopfer Blumen und eine Anstecknadel. Barbara Füß bringt es im Sopran bereits auf 40 Jahre und Tenorsänger Reinhold Pleier ist seit 50 Jahren zuverlässig zur Stelle. Für diese Beiden gab es die Ehrenurkunde des Amts für Kirchenmusik, „musica sakra“ und eine Anstecknadel in Gold, dazu ein Geschenk vom Chor. Der Dirigent dankte den Geehrten für ihre Zuverlässigkeit und Treue. Dann ließen die Ausflügler nach zwei Liedern und einem Gedicht über die Freuden des Singens von Albert Guggemos mit guten Tropfen von Basssänger Schorsch Kössel den Tag in gemütlicher Runde ausklingen.