Mir einem sehr beschwingten und bestens gelungenem Festabend feierte der Männerchor Eisenberg in der fast überfüllten Mehrzweck-halle in Speiden sein 40jähriges Bestehen. Vier Gast­chöre brachten heiter beschwingte Abwechslung in das klug gewählte Programm, das von Moderator Gregor Nigg immer wieder mit lus­tigen Ereignissen aus den vier Jahrzehnten gewürzt wurde. Mit anwesend war auch Stadtbür­germeister Adolf Kaut aus Eisenberg/Pfalz sowie der Präsident des Liederbundes Ostallgäu, Franz Xaver Lang, die von Wilhelm Brutscher herzlich begrüßt wurden.
Mit einem Festgottesdienst in der Wallfahrtskirche Maria Hilf begann der Festabend. Pater Raphael aus Füssen, der den Ortspfarrer wegen eines Trau­erfalls vertreten musste, nannte es vorbildlich, eine Jubelfeier mit Gott zu beginnen. Gestaltet wurde der Festgottesdienst pflichtgemäß von der Volksmusikgruppe und dem Jubelchor Eisenberg. Dann stürmten die vielen Besucher in die Halle, die sich für diesen Ansturm als zu klein erwies. Mit dem Lied „Herein spaziert“ eröffnete der Männerchor Eisenberg den musikalischen Reigen, dann folgte die Begrüßung durch 2. Vorstand Wilhelm Brutscher. Mit den Mundartliedern „a Hiertebue“ und „d´Frau will ins Städtle gau“, sowie dem schwermutlastigen Lied, „Aus der Tiefe kommt das Eisen“ einstudiert für die Barbarafeier beim Bau des Füssener Grenztun­nels, wickelte der Jubelchor den ersten Part perfekt ab. Dem folgte der Kinderchor Hopferau-Eisenberg unter der Leitung von Monika Staszak mit drei fröhlichen Liedern, die beschwingte Heiterkeit in den Saal zauberten. Mit Temprament und bewundernswerter Leichtigkeit folgte dann der Männerchor Hopfer-au unter seinem neuen Dirigenten Michael Köhler mit „Viesta-Triste“ und „Wochenend und Sonnenschein“. Mit den „Ironhill Sandhop-pers“ aus der Pfalz mit „Square-dance“, einem beschwingten Tanz im Cantry-Stil endete der erste Teil das Abends.
Nach der Pause wagte sich der Männerchor Eisenberg an schwere Kost heran. Mit einem Medley aus „Maske in Blau“ verdeutlichte Franz Abt die Vielseitigkeit und das große Können seines Klang-körpers auf eindrucksvolle Weise. Dem folgte die „Räuberlegende“ mit Solist Herbert Birkle und Josef Guggemos brachte ebenfalls solistisch mit Chor das berühmte „Wol­galied“ zum Vortrag, bravoriös begleitet von Sollveig Friedl am Akkordeon.
Nun sprach Bürgermeister Manfred Kössel zu der Festversammlung. Er dankte Franz Abt und seiner Truppe für die große kulturelle Bereicherung, die der Männerchor bei kirchlichen und weltlichen Anlässen seit 40 Jahren in der Gemeinde leistet. Dass Gesang verbindet und vielen Menschen Freude bereitet werde am heutigen Abend beson­ders klar sichtbar sagte Kössel und überreichte ein Geschenk-Kuver an Vorstand Richard Geisenhofer.
Besondere Ehrungen
Der President des „Liederbunds Ostallgäu“ rief nun Gerhard Scheitel zu sich ans Mikrophon. Er singt von der ersten Stunde an, also seit 40 Jahren treu und zuverlässig mit seiner Stimme im Bass und wurde dafür mit Ehrenurkunde und seine Frau Siglinde mit Blumen bedacht. Nun galt es, den Chorgründer und Dirigenten Franz Abt zu ehren. Franz Xaver Lang wüdrigte seine umfangreiche Arbeit und erklärte, dass die Proben nur einen geringen Teil vom Gesamtauf-wand eines Dirigen­ten ausmache. Und dass der Geehrte auch noch 30 Jahre den Kirchenchor leite, sei einfach nur bei­spielhaft und könne nicht genug gewürdigt werden. Wenn es dann einem Dirigenten auch noch glücke, auch in der heutigen Zeit junge Menschen für das Singen im Chor zu begeistern, könne dessen Wert nicht mit Worten ausgedrückt werden. Lang überreichte Franz Abt die große Ehrenurkunde des „Schwäbischen Chorverbands“ und für Ehefrau Hannelore gab es ebenfalls eine große Orchide.
Das weitere Programm gestaltete dann der Männerchor Seeg mit dem alle begeisternden „Siloballe-Blues“ und dem Zottelmarsch. Der Liederkranz Eisenberg-Pfalz trank „Lieber Wein als Wasser“ und sang auch von der Erschaffung der Eva. Sie hatten einen großen Korb mit den drei „Ws“ als Geschenk mitgebracht, die hier nicht fürs Internet sondern für Wein, Wurst und Wegge (Brote) stehen. Nun bereicherten noch die Eisenberger Alphornbläser mit drei Auftritten das reichhaltige Programm um anschließend mit dem gastgebenden Jubelchor gemeinsam das frohe und harmonische Feiern mit dem Lied „s´ist Feierabend“ zu beenden. Zuvor hatten einzelne Vereine der Gemeinde noch Geschenke an den Männerchor überreicht. Bei der Übergabe für den Veteranenverein hatte Albert Guggemos noch den hohen Wert des Singens in einem Vierzeiler dem Publikum vorgetragen, der folgendermaßen lautete:

Schöner Stimmen klarer Klang,  glücklich vereint im Chorgesang  kann erbauen und verbinden und schenkt tiefes  Glücksempfinden.                                                                       Die zünftig aufspielende Kapelle „Bergheimat“ aus Buching unter-hielt die Gäste in heimatlicher Manier  weiter.