Die Musikkapelle Eisenberg kann sich achtvoller Wertschätzung in der Burgengemeinde erfreuen. Trotz der zurück gesetzten Uhrzeit nach dem Spätgottesdienst am 20. Januar war die Jahres­versammlung erfreulich gut besucht. Und Dirigenten und der Bürgermeister konnten sehr Erfreuliches berichten. Über viele Jahre musste die Kapelle in sehr eingeschränkter Weise in beengten Verhältnis­sen ihre Proben absolvieren. Nun wurden im neuen Dorfgemeinschaftshaus, das am 10. März bei einem Tag der Offenen Tür besichtigt werden kann und feierlich eingeweiht wird, ideale Probemöglichkeiten für die Musikkapelle geschaffen.

Mit dem Marsch „Freude zur Musik“ wurde die Versammlung eröffnet. Nach der Begrüßung durch Ersten Vorstand Stefan Körbl wurde der verstor­benen des letzten Jahres, Max Schrade und Ehrenmitglied Peter Wolf mit dem Lied; „Harre meine Seele“ in würdiger Weise gedacht. Dann berichtete Stefan Körbl zunächst in Zahlen vom aktiven Stand der Kapelle. 59 aktive Musikantinnen und Musikanten zählt der Klangkörper gegenwärtig, die von 144 fördernden Mitgliedern mental unter­stützt werden. 17 davon sind unter 18 Jahre jung. 16 Jugendliche spielen in der Jugendkapelle I und 40 in der Jugendkapelle II mit Hopferau zusammen, wo allerbestes Einvernehmen herrscht. Diese jungen Musiker brauchen eine besondere Zuwendung sagte Vorstand Körbl, um sie an die aktive Blaskapelle heranzuführen. Hier leistet die Jugendtrainerin Sonja Köhler als Bindeglied großartige Arbeit, lobte Körbl Sonja Köhler, die auch stellvertretende Dirigentin ist. Und sie leitet auch in beiden Gemeinden die Ausbildung und Heranführung zum D1 seit Jahren und zum D2 Kurs seit dem letzten Jahr. Eine arbeits­intensive Aufgabe, wie sie später in ihrem Bericht darstellte. Dafür gab es anerkennenden Applaus.

Höhepunkte im abgelaufenen Jahr waren das Frühjahrskonzert, das Maibaumfest und das Later­nenfest in Speiden und der Viehscheid in Zell. In diesem Zusammenhang dankte Körbl allen Helfern, ohne die solche Veranstaltungen nicht zu stämmen werden. Großen Dank richtete der Vorstand an Dirigent Markus Brenner mit den Worten: „Was wäre, wenn wir dich nicht hätten“?

Schriftführerin Pauline Kössel berichtete von be­achtlichen 86 Einsätzen im Vereinsjahr. Diese teilten sich auf in 48 Gesamtproben und 13 Registerproben. Acht Platz- und Jahreskonzerte und acht kirchliche Anlässe sowie neun weitere Auftritte wurden von der Kapelle gemeistert.

Die gesamte Ausbildung des Nachwuchses steht in den Händen von Jugenddirigentin Sonja Köhler, die diese Aufgabe sehr erfolgreich meistert und gerne wahrnimmt. Sie bedauert aber, dass die Anforde­rungen für die D1 und D2 Kurse immer höher geschraubt werden und es an Schülernachwuchs total fehle. Inzwischen seien für die Jugendkapelle Eisenberg-Hopferau auch Auftritte in Füssen dazu gekommen. Wir werden auch außerhalb wahrge­nommen, freut sie sich, was sie auch der guten Pressearbeit der Füssener Redaktion der AZ zu­schreibt.

Dirigent Markus Brenner appellierte in seinem Jahresrückblick an möglichst geschlossener Teil­nahmen an den Proben. Er vermeldete eine er­freuliche Tatsache, die sich aber für den Klangkörper vorübergehend nachteilig auswirke. Dies sei die Tatsache, dass mehrere Musikantinnen Nachwuchs bekommen werden, die somit für einige Zeit ausfallen, aber alle wieder zurück kommen wollen. Die Aktiven müssten, so Markus Brenner, noch in der Intonation weiter geschult werden. Er kündigte an, dass sich die Kapelle heuer wieder am Wertungs­spielen beteiligen werde, das in diesem Jahr in Altenstadt über die Bühne geht. Brenner appellierte auch an die jungen Musiker, sich an Dirigenten­kursen zu beteiligen. Der Nachwuchs junger Diri­genten aus den eigenen Reihen habe allergrößte Priorität, da man sich Dirigenten von außen nicht mehr leisten könne. Voller Begeisterung sprach Brenner das neu geschaffene Dorfgemeinschaftshaus an. Hier sei eine Vision, ein jahrelanger Traum nun Wirklichkeit geworden. Nun haben wir genügend Platz für konstruktive Probearbeit, aber auch für schöne Auftritte. Deshalb sei er Bürgermeister Man­fred Kössel in ganz besonderer Weise zu großem Dank verpflichtet, sagte der Dirigent. Kössel aller­dings haftete die gute und schnelle Verwirklichung in seinem Grußwort seinem sehr gut agierenden Gemeinderat an, dem dies zu verdanken sei. Mit großem Dank an die Musikkapelle und der Ankündigung, dass am 10. März bei einem Tag der Offenen Tür das Dorfgemeinschaftshaus feierlich eingeweiht werde und von Jedermann besichtigt werden könne, schloss Bürgermeister Kössel seine Grußworte.