Das Mittelalterliche Gemäuer der Burgruine Hohen­frey­berg füllte sich am Samstag, den 20. August bei blauem Himmel schon gegen elf Uhr. So mancher Besucher schnupperte zunächst auf dem Mittelalter­lichen Markt vor der Schloss-bergalm und unterhalb der Ruine Hohenfreyberg über Brauchbares für den Tag oder zur Erinnerung. Nachdem die Küche bereits um 11 Uhr geöffnet hatte und sich verlo­ckender Grillduft ver­brei­tete, herrschte auch hier bald reges Gedränge. Aber auch am Stand von Monika Pleier, die mit ihrem Team die fein im Fett ge­bräunten Ritter­küchle servier­te, gingen weg wie die warmen Semmeln. Dann, um Punkt 12 Uhr er­öffneten die Eisenberger Böl­ler­schützen das zweitägige Spek­takel mit kräftigem Donnerhall, der den Einzug der Darsteller, allen voran Kaiser Maximilian I mit Gattin Bian­ca Maria Sforza und Tochter Marga­rete und seinem farbenprächtig ge­kleidetem Gefolge.

Nach der Begrüßung durch Friedrich von Freyberg, dargestellt von Josef Mayr und seiner Gattin Sofia von Frundsberg, gespielt von Kerstin Pleier, be­grüßte auch Bürgermeister Manfred Kössel die große Besucher­schar. Er dankte vor allem seinem 70 Personen starken Team, ohne deren Fleiß und Einsatzbereitschaft das Fest nicht möglich wäre.

Dann begrüßte auch heuer Kaiser wieder Maximilian I (Manfred Wag­ner) mit eindrucksvollen Worten die er­lauchte Schar der Besucher und der Mitwir­kenden. Er brachte seine große Freu­de zum Ausdruck, in diesem Mittel­alterlichen Burgengemäuer mit den Besuchern in die alte Zeit zurück­fahren zu dürfen. Dass ihn dabei Ritter, Gauckler und vielerlei Küns­tler begleiten, freue ihn ganz beson­ders.

Nach eindrucksvollen Einlagen der “Kaiser Maxi­milian-Trommler” aus Kaubeuren eröffneten die “Eisen­berger Fanfarenbläser” mit fantastischen Tö­nen und heuer erst­mals beim bunten Treiben dabei die Vorführungen. Die hochmoti-viert aufspielende Kultband “Heidenlärm” be­geisterte die Zuschauer zwischen den verschiedenen Darbietungen im­mer wieder, während die Besucher auf den Bänken bei Speis und Trank das Geschehen genüsslich verfolg­ten. Nun wurden fast pausenlos historische Darbie­tungen aus dem Mittelalter geboten. Nach den wortge­waltigen Erklärungen des Markt-grafen von Brandenburg, der das Leben eines Ritters im 12. Jahrhundert gestenreich beschrieb, gab es eine kleine Waf­fenschau aus dem 12. Jahrhundert, dann die große Waffen-schau der Ronsberger Ritter mit den Waffen der späteren Jahrhunderte, die die Errun­genschaften dieser Zeit ver­deutlichten. Der renom­mierte Burgen­forscher Dr. Joachim Zeune überra­schte viele Gäs­te, indem er in seinen Ausfüh-rungen erklärte, dass die Ritter friedliebende und vor allem gebildete und charak­terlich starke Menschen waren, Kriege wurden nur unter Zwang geführt. In einem Nebenraum der Ruine wurden Sagengeschichten erzählt und die Kin­der der “von Freybergschule” zeigten, wie damals die Kinder auf den Burgen lebten und spielten. Ein kurzer Regen am späteren Nachmittag konnte das bunte Treiben nur gering­fügig stören.

Das Ritterspektakel hatte schon am Nachmittag die Besucher restlos be­geistert. Ein junges Ehepaar aus Ra­vensburg wurde nach den Eindrücken befragt und zeigte sich vom ganzen Geschehen sehr angetan. Die Darbie­tungen, das gesamte mittelalterliche Flair und die Aufmachung in dem mächtigen Burgengemäuer, aber auch der nebenher laufende Markt hätten sie total begeistert, sagten diese jungen Leute.

Am Samstag Abend waren nach einem kurzen Regen nicht mehr ganz so viele Besucher in der Burg wie die letzten Jahre. Doch die Show von Feuerkünstlerin Luna von der Grup­pe Heidenlärm war atemberaubend und hatte alle Besucher restlos be­geistert.

Am Sonntag wiederholte sich der starke Besucher­andrang und das ganze Geschehen lief erneut vor gro­ßem und begeistertem Publikum ab, jedoch war das Feiern gegen 18 Uhr beendet. Und so waren nicht nur die vielen Akteure, sondern auch die Veranstalter, der Eisenberger Burgen­verein und der Touristikverein mit Bürgermeister Manfred Kössel an der Spitze und die vielen freiwilligen Helfer vom guten Gelingen überwäl­tigt und mehr als zufrieden.