Ein voller Erfolg war nach zweijähriger Zwangspause wieder das Ritterspektakel auf Hohenfreyberg und bei der Schlossbergalm.  Zwei Tage lang war die Burgengemeinde Eisenberg wieder in eine ganz besondere Zeit eingetaucht. Auf der Burgruine Hohenfreyberg, beim Lagerleben der Landsknechte und an den vielen Marktständen rund um die Schlossbergalm konnte man zwischen den Ständen viele bunt gewandete Zeitenreisende entdecken. Eine Vielfalt an leckeren Spezereien und deftigen Schmankerln, handgeschmiedetes am offenen Feuer, duftende Gewürze, Kräuter oder Seifen  und vieles mehr wurde angeboten. Zunächst wurden vom Kaiser Maximilian I.  (Andreas Grobber) und seiner Gattin Bianca Maria Sforza ( Josefine Glätzle)  und dem Hofstaat kontrolliert, ob alles auch den anderen Landsknechten gerecht werde. Doch alles wurde für gut befunden, was auch Renate Carre` besonders freute. Dann zog die ghroße Schar der Darsteller, allen vorasn das Kaiserpaar  zur Burgruine Hohenfreyberg hoch, wo sie von den Böllerschützen und den Fanfarenbläsern lautstark begrüßt wurden.

Nun folgten nach den Musikeinlagen von Musca Carona  die bunten Darbietungen wie Waffenschau und Zweikämpfe mit der Kriegsaxt, die Kunst des Bogenschießens wurde erklärt und Henker Severinus führte ein in seine Welt. Thomas Visel, Vorsitzender der “Schwarzen Schar zu Memmingen”, spielte bei der Schauschlacht “Zeitenreise 1525” den Anführer des Bauernangriffs auf die Burg Hohenfreyberg. Dr. Joachim Zeune hatte auch alle anderen  Darbietungen perfekt moderiert. Interessiert umringt war immer wieder der lautstarke Henker Severinus. Viele jüngere Besucher  kamen bei den Mittelalterlichen Kinderspielen, Waffenvorführungen und den Kämpfen der Landsknechtevoll auf ihre Kosten.

Für Siegfried Hauptmann, Mitglied der Eisenberger Böllerschützen war der Höhepunkt des Festes die Taufe und das Abfeuern der neuen Kanone: Das ist etwas ganz Besonderes. Solche Raritäten haben einen enormen Wert. Die Burgengemeinde ist stolz auf ihren neuen Besitz. Mit historischen Zeilen wurde das Feuerrohr durch den Kaiser und seine Gattin zum allseitigen Schutz für die Einwohner Eisenbergs auf den Namen “Starke Gerda” getauft. Die starke Gerda sol ab jetzt Teil der jährlichen Waffenschau werden im Gedenken an den verstorbenen Kunstliebhaber  und Kaiserdarsteller Manfred Wagner.

Der laue Sommerabend zog die Besucher scharenweise zur Burgru­ine Hohenfreyberg. Mit dem Ein­brechen der Dämmerung gab es in der Ruine kein Durchkommen mehr. Kein Wunder, denn die Band „Mus­ica Carona“ spielte voller Leiden­schaft mit Herzblut und riss die begeisterten Besucher einfach mit, sodass vor Beginn der Feuershow sogar noch Zugaben erbittet wurden. So begann die „Nacht des Feu­ers“ erst nach 21:30 Uhr. Die Dar­bietungen der drei Damen begeis­terten die Zuschauer ebenfalls rest­los, sodass überwältigende Stim­mung in dem alten Gemäuer herr­schte. Nur langsam leerten sich die Bänke und Tische, denn viele genos­sen auch noch länger die laue Som­mernacht. Mehrere der Besucher stiegen um 21 Uhr auf den höchsten Aussichts­punkt der Burgruine Ho­henfreyberg auf und hielten einen sagenhaft schönen Sonnenuntergang mit Kameras und Handys fest.