In seinem Jagdhaus im Eisenberger Ortsteil  Unterreuten konnte am 15. April der passionierte Jäger und Großunter­nehmer Dieter Roddewig mit Ehefrau Annemarie bei bester körperlicher und geistiger Ver­fassung seinen 90. Geburtstag bege­hen. Roddewig hatte 1970 in Unter­reuten einen Stadel erworben und diesen im Lauf der Jahre zu seinem Jagdhaus umgebaut. Er stammt aus Bochum, etwa die Hälfte seiner Zeit verbringt er in Unterreuten, wo er nahe seines „Jagdreviers  Weißen­see“ lebt und sich daheim fühlt. Seit 1962 betreut und hegt er die Weißen­seer Jagd, 36 Jahre als alleiniger Pächter. Er verweist mit Stolz darauf, dass er in dieser Zeit auch zwei Jungjäger ausgebildet hat. Der Jubi­lar hat vier Kinder und acht Enkel­kinder und kann in diesem Jahr noch die Diamantene Hochzeit mit seiner Ehefrau Annemarie feiern.

Dieter Roddewig hat ein sehr be­wegtes Leben hinter sich. Nach der Erlangung der Allgemeinen Hoch­schulreife schloss er eine Banklehre und danach noch eine Schlosserlehre ab. Von 1955 bis 1962 absolvierte er an der Technischen Universität  Klaus­tal-Zellerfeld ein Studium  für „Nichtmetallisch-organi­sche Werk­stoffe“ mit dem Abschluss zum „Diplom-Ingen­ieur“. Von 1962 bis 1992 leitete er dann als Geschäfts­führender Gesell­schafter die Firma Gipswerk Nieder­sachsen GmbH und war Kommanditist der Fa. Rodde­wig & Co KG Osterode. Von 1984 bis 1992 fungierte er als geschäftsführ­ender Gesell­schafter  der Fa. Roco­gips in Osterode und der ‚Fa. Südharzer Gipswerk Ellrich sowie der Fa. Harz­gips GmbH Ellrich. Im Jahr 1992 verkaufte er alle Anteile dieser Unter­nehmen und erwarb sich Beteiligun­gen an diversen Unter­nehmen im In- und Ausland.

Von 1984 bis 1990 war Roddewig Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der Forschungsgemein­schaft Gips Darmstadt. Von 1986 bis 1992 arbeitete er als Vorsit­zender des Güte­ausschusses der Gips- und Gips­platten­industrie. Im TÜF Hannover war er zehn Jahre Vorstands­mitglied  und von 1988 bis 1994 deren erster Vorstandsvor­sitzender.  Seit 1994 ist er Vorsitzender des Aufsichtsrates des TÜV Hannover/Sachsen-Anhalt und seit 1992 bekleidet er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der Technischen Überwachungsve­reine BR Deutschland, Essen.

Der rüstige Jubilar fühlt sich als leidenschaftlicher Jäger und Natur­mensch in der Gemeinde Eisenberg, besonders in Unterreuten sehr wohl und daheim und freut sich, das seltene Fest mit seiner großen Familie in körperlicher und geistiger Frische feiern zu dürfen.