Ein seltenes Jubiläum konnten am 15. Februar in Eisenberg die Eheleute Babette und Josef Kreuzer begehen. Sie feierten das Fest der Diamantenen Hochzeit, allerdings altersbedingt im kleinen Rah­men. Die Eheleute hatten sich Anfang der 1950er-Jahre kennen gelernt. Damals hatte Josef Kreuzer als Käsermeister in Zell die Sennerei der Zeller Bauern geleitet. Da hatte er die junge Babette Gast aus Weizern kennen und lieben gelernt. Und so wurde das Paar am 15. Februar 1955 in der Wallfahrtskirche Maria Hilf getraut. Der beruf­liche Weg führte Josef Kreuzer dann mit Familie nach Eiterberg bei Rückholz, wo er die dortige Sennerei bis zum Beitritt zur Milchverwertung Ostallgäu im Jahr 1967 führte. Dort arbeitete Kreuzer noch bis zu seiner Pensionierung und betreute noch fünf Jahre länger die Kläranlage des Rückholzer Milchwerkes. Erst im Jahr 1972 zogen sie in das eigene Haus in Eisenberg, wo sie heute mit Tochter Anne ihren Lebensabend verbringen. Fünf Kinder, ein Sohn und vier Töchter gingen aus der Ehe hervor. Den Tod von Tochter Maria im Jahr 2011 haben beide bis heute nicht ganz verarbeiten können.

Das Ehepaar Kreuzer engagierte sich auch für die Allgemeinheit. Sage und schreibe, ganze 46 Jahre brachte Babette Kreuzer jeden Morgen die All­gäuer Zeitung zu ihren Lesern, zunächst in Rückholz und dann in Eisenberg und wurde dabei soweit möglich von Ehemann Josef unterstützt. Dieser war auch viele Jahre bei der Fahnensektion des Soldaten- und Veteranenvereins Eisenberg als zuverlässiger Fahnenbegleiter tätig und unterstützte den Kassier beim Einsammeln der Jahresbeiträge. Der Jubilar (94) ist auch heute noch sehr fit und aktiv, läuft jeden Tag und liest natürlich interessiert die Allgäuer Zeitung. Das schöne Jubiläum, wozu auch die Allgäuer Zeitung ihren einstigen treuen Mitarbeitern herzlich gratuliert, haben Babette und Josef Kreuzer im Kreis der Familie mit ihren 12 Enkelkindern im kleinen Rahmen gefeiert.