Auch heuer fand das Gedenken an die Gefallenen und der Opfer von Kriegen und Gewalt eine Woche vor dem Volkstrauertag statt. Die Reservisten, (Kriegsveteranen gibt es nicht mehr) trafen sich mit der Musikkapelle Eisenberg und den Fahnenabord­nungen zum Gottesdienst in der Pfarrkirche, der von der Musikkapelle musikalisch mit der „Katholischen Messe“ von Josef Haydn feierlich gestaltet wurde.

Dem Gottesdienst folgte der Trauerakt am Ehren­mal, wo drei aktive Soldaten aus der Gemeinde der Feier einen würdevollen Rahmen verliehen. Nach der Segnung durch Pfarrer Willi Berktold erinnerte Bürgermeister Manfred Kössel mit mahnenden Wor­ten und erschreckenden Opferzahlen an die beiden Weltkriege und deren Folgen. Es seien immer weniger Menschen, die den Zweiten Weltkrieg noch miterlebten, die mit dem ungewissen Schicksal des Vaters, Bruders oder des Sohnes konfrontiert waren und sehr oft mit der traurigen Wahrheit, einen lieben Menschen verloren zu haben, leben mussten. Heute können wir in Deutschland auf eine lange Zeit des Friedens zurückblicken. Aber auch wir sind darauf angewiesen, dass Mitbürgerinnen und Mitbürger be­reit sind, unser Land und unsere Werte im Ernstfall zu verteidigen. Unsere Soldatinnen und Soldaten, die in der Bundeswehr ihren Dienst tun, haben diese Aufgabe für uns alle übernommen. Darum ist heute auch ein Tag des Dankes. Dank dafür, dass sie sich für unser aller Wohl engagieren, und dafür, dass sie dies, wie wir in den aktuellen Missionen immer wieder erleben müssen, unter Einsatz ihres Leben tun. Nach der Kranzniederlegung durch Bürgermeis­ter Manfred Kössel und seines 2. Stellvertreters Jakob Häfele erklang zu Trommelwirbel und mäch­tigem Donnerhall das Lied vom „Guten Kame­raden“. Danach begaben sich die Reservisten im feierlichen Zug zum Burghotel Bären, wo die Jah­resversammlung des Soldaten- und Veteranenvereins abgehalten wurde.

Erster Vorstand Alfons Stapf begrüßte alle Anwe­senden und dankte der Musikkapelle und den Fah­nenabordnungen wie auch den Kanonieren und ganz besonders den drei Bundeswehrangehörigen für die würdevolle Gestaltung des Traueraktes. Dann ge­dachte er der zwei Verstorbenen, Ehrenmitglied Walter Riedel und dem langjährigen Fahnenbe­gleiter Hellmuth Wolf mit ehrenden Worten. In seinem Jahresbericht nannte er die beim dritten Anlauf so großartig gelungene und von strahlenden Himmel gekrönte Segnung des neuen Kreuzes auf dem Drachenköpfle einen wahren und unvergess­lichen Höhepunkt des abgelaufenen Vereinsjahres. Aber auch der Jahresausflug nach Baden Baden und Heidelberg hat alle Teilnehmer begeistert. Und auch die Freundschaft wurde gepflegt, nachdem wir mit dem Veteranenverein Seeg und dem aus Hopferau jeweils das „150-Jährige“ in kameradschaftlicher Manier mitgefeiert hatten.

Schriftführer Albert Guggemos erläuterte alle Aktivitäten ausführlich, dann verlas Kassier Stefan Schuster seinen Jahresbericht, der von leichtem Ver­lust beim Fest der Kreuzeinweihung und im Jahres­bericht berichten musste. Ansonsten wurde aber die gute Arbeit des Schatzmeisters nach dem Prüfen der Kasse bestätigt, sodass die Entlastung erfolgen konnte.

Bürgermeister Manfred Kössel dankte in seinem Grußwort dem Verein für die Errichtung des neuen Kreuzes auf dem Drachenköpfle und auch für die Pflege des Ehrenmals und nannte es eine vordring­liche Aufgabe, dass die Jugend über die schlimme Vergangenheit, die sie nur aus dem Geschichts­Unterricht kennt, aufgeklärt wird.

Bei Tagesordnungspunkt 7, Wünsche und Anträge richtete Vorsitzender Alfons Stapf an die Musikka­pelle die Bitte, auch künftig bei Todesfällen von Mitgliedern die Trauerfeiern musikalisch zu beglei­ten, was Musikvorstand Stefan Körbl gerne ver­sprach. Nun wurde die Versammlung geschlossen. Die Musikkapelle spielte noch einige Stücke, dann wurden alle Anwesenden vom Verein zum Mittag­essen eingeladen.