Mehr Bio und mehr regional: Coaching für Küchenchefs von Seniorenheimen

 

„Bei uns sind sogar die Dozenten regional“, freut sich Alexandra Hiebl vom Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung. Gemeinsam mit den Öko-Modellregionen Ostallgäu und Günztal hatte sie zum Auftakt des Bio-Regio Coachings nach Kaufbeuren geladen. Ihr war es gelungen, den international tätigen Bio-Spitzenkoch Alfred Fahr für die Schulung zu gewinnen. Fahr ist gebürtiger Frankenhofener und ließ sich vor einigen Jahren wieder im Ostallgäu nieder.

 

Beim ersten Treffen ging es darum, den Leiter*innen der Senioren- und Pflegeheime des Landkreises Ostallgäu in Buchloe, Waal und Obergünzburg die grundsätzlichen Vorteile und Möglichkeiten des Einsatzes von regionalen Bio-Produkten in Großküchen aufzuzeigen. Im nächsten Schritt geht Coach Alfred Fahr direkt in die Großküchen der Einrichtungen und erarbeitet dort mit den Küchenchefs vor Ort konkrete Konzepte zur Umstellung.

 

Biologische Produkte aus der Region nachhaltig fördern

 

Anlass des Coachings war der vom Ausschuss für Kreisentwicklung und Umwelt gefasste Beschluss, künftig mehr biologische und/oder regionale Produkte in landkreiseigenen Einrichtungen einzusetzen. Ziel ist es, biologische Produkte aus der Region nachhaltig zu fördern und Nachfrage zu generieren. „Hier müssen alle Beteiligten zusammenarbeiten – Erzeuger und Kunden. So können wir Bio-Produkte in unserer Region produzieren, die auch Abnehmer haben“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Ein weiterer Schritt, um das vom Bayerischen Kabinett beschlossene Langzeitziel mit dem Titel Bio-Regio 2030, das heißt bis 2030 sollen 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Bayern ökologisch bewirtschaftet werden, zu verwirklichen.

 

Was die Region hier schon alles zu bieten hat, wurde den Teilnehmer*innen am Ende der Schulung mit Produktproben von Bio-Landwirten und Bio-Verarbeitern vorgestellt. Darunter zum Beispiel Käse von der Käserei Stich, Gemüse vom Grasserhof Aitrang sowie Müsli und Kekse von den Wertachtal Werkstätten. Aus der Partner Öko-Modellregion Günztal brachte die Projektleiterin Rebecca Schweiß Bio-Joghurt vom Biohof Lerf Ottobeuren und Bio-Kaffeesahne von der Firma Saliter aus Obergünzburg mit. Die Teilnehmer*innen waren begeistert von Vielfalt und Qualität. Bestens informiert und voller neuer Ideen und Anregungen freuen sie sich auf die nächsten sechs Monate Coaching und künftig mehr regionale Bio-Produkte in ihren Küchen. Alle Informationen unter www.oekomodellregion-ostallgaeu.de.