Ein einmalig schöner und warmer Spätsommer­abend war der Musikkapelle Eisenberg am Freitag, dem 04. September bei ihrem ersten Konzert nach der Zwangspause in der Burgruine Hohenfreyberg beschieden. Das warme und sichere Wetter hatte Einheimische wie Gäste gleichermaßen bewogen, die Mühen des Aufstiegs auf sich zu nehmen. Und alle wurden nicht nur von den Klängen der Musiker, sonden auch von der großartigen Kulisse und der Sicht auf die Allgäuer Berge und den Königswinkel belohnt. Die Abendsonne ließ nicht nur den weit­räumigen „Konzertsaal“ der Vorburg, sondern auch das großartige Mauerwerk golden erstrahlen. Meh­rere Besucher bestiegen während die Musiker aufspielten die Aussichtsplattform, verfolgten von ganz oben die Klänge und konnten dabei ein leichtes Alpenglühen und einen grandios schönen Sonnen­untergang erleben.

Dirigent Markus Brenner eröffnete den Musikreigen mit dem Sinfonischen Eröffnungsstück „A little Opening“ und verlangte dabei von Anfang an volle Konzentration seiner Musikanten. Danach begrüßte er die Besucher mit herzlichzen Worten. Er freue sich, im Freien in diesen geschichtsträchtigen Räu­men spielen zu dürfen und er sei gespannt auf die Akustik im Vorhof der Kernburg. Wegen Urlaub, Ferien und Schichtbetrieb sei die Kapelle leider unterbesetzt, doch davon war beim Publikum nichts zu spüren. Mit beliebten Hits aus den 80er Jahren, einer 80er-Kulttour, überzeugten die Musikerinnen und Musiker ebenso wie mit Märschen und der Polka von Kurt Geble „Mir Musikante“. Bei der an- spruchsvollen „Berger-Polka“ waren Trompeten und Hörner, aber auch das ganze Ensemble stark gefor­dert, was bestens gemeistert und mit großem App­laus belohnt wurde. Mit seiner Lieblingspolka, „Unter der Dorflinde“ wie Markus Brenner schmun­zeld verraten hatte und dem Marsch, „Mein Hei­matland“ endeten die 70-minütigen Darbietungen mit mächtigem Applaus.

Die Besucher waren nach dem Corona-Zwang­sentzug glücklich darüber, endlich wieder Lifemusik erleben zu dürfen. Nun hatte sich auch die Sonne verabschiedet und die Zuhörer machten sich ob dem Erlebten glücklich und zufrieden auf den Heimweg.