Musik- und Gedichteabend kam prächtig an, 420 Euro fürs Ahrtal

 

Liebe Leit vo naech und weit und mit am hoimelige „Allgäuer Grüeß Gott mitand“, begrüßte Albert Guggemos seine Gäste im Zeller Dorfgemeinschaftshaus anlässlich der verspäteten  Vorstellung seines neuesten literarischen Werkes, „Allgäuer Gedichte – Für jeden Ebbas“. Ihm liege die Pflege „d´r Mueterschproch“ sehr am Herzen, betonte der Eisenberger. Der Abend bot die Möglichkeit, wieder mal vor und fürs Publikum live zu spielen und de Leut wieder amol Unterhaltung zu bieten. Guggemos nutzte die Verans­taltung auch zur Hochwas­ser­hilfe für das Ahrtal. Von jedem verkauften Buch oder der CD versprach der Versles­schmied, fünf Euro zu spenden. Und die Sache lief sehr erfolgreich. Trotzdem der Abend nur von 40 Personen besucht war, kam der ansehliche Betrag von 420,- Euro zusammen. Denn noch die Tage nach der Veranstaltung brachten mehrere Leute, die den Abend aus irgendwelchen Gründen nicht besuchen konnten, Spenden vorbei und holten Bücher ab. Und weil Guggemos und seine Partnerin Eva Pietschmann noch aufstockten, kam dieser schöne Betrag zusammen.

In 64 Gedichten greift der Heimatdichter in seinem dritten Gedich­teband treffend Szenen aus dem wahren Leben auf, betrachtet aber auch mit kritischem Blick die heutige Zeit und will bewusst Anstoß zu Nachdenken geben.

Für die Besucher waren es drei Stunden Kurzweil, ein ab­wechs­­lungs­reicher, humorvoller und unterhaltsamer Abend. Zwischen den Lesungen erklangen musikalische Huldigungen an das geliebte Allgäuer Land, z.B. mit dem Marsch: „Gruß ans Allgäu“, „Auf dr Schlossbergalm“, dem „Eisenberger Burgenwalzer“ oder dem  Lied, „Almeglück und Almefriede“ alle aus der Feder von Guggemos selbst. Am Ende applaudierten die Gäste herzlich und begeistert und erfreuten sich an der musikalischen Zugabe und dem Sololied von Eva Pietschmann, „Stille in den Bergen“. Zum Schluss meinte Guggemos: „Schea, dass mer wieder zehme hocke kinnet“. Das ge­meins­am gesungene Lied „O Allgäu mein, wie schön bist du“ bildete den Abschluss. Der Veranstalter möchte allen, die fünf Euro und mehr gespendet habe, von Herzen „Vergelts Gott“ sagen.